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Doppler, Lauterburg: Change Management

Den Unternehmenswandel gestalten

"Führungskräfte müssen zwei Dinge gleichzeitig bewältigen: die Aufrechterhaltung des Normalbetriebes und die Umstrukturierung ihrer Organisationseinheit."

 

 

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Preis: EUR 69,00

Bewertung (max. 10)
10
 
Warum sollte man dieses Buch lesen?
Führungskräfte müssen zwei Dinge gleichzeitig bewältigen: die Aufrechterhaltung des Normalbetriebes und die Umstrukturierung ihrer Organisationseinheit. Während man Ersteres im Normalfall gelernt hat, ist es für viele Manager das erste Mal, wenn sie vor einer Reorganisation im eigenen Verantwortungsbereich stehen. Klaus Doppler und Christoph Lauterburg geben dem Management Orientierung und konkrete Arbeitshilfen an die Hand, wenn es darum geht, Veränderungsprozesse im Unternehmen durchzuführen.
 
Erste Übersicht
Die Autoren zeigen, warum Veränderungen in Unternehmen notwendig sind und in welcher Form sie stattfinden. Sie beschreiben die Gesetzmäßigkeiten von Veränderungsprozessen sowie die Grundsätze, die beachtet werden müssen, damit Veränderungen effizient umgesetzt und sozialverträglich gestaltet werden können. Ferner präsentieren sie ein methodisches Instrumentarium zum Vorgehen in konkreten Projekten und Situationen.
 
Der Inhalt im Einzelnen

1. Szenario 2000

In der Wirtschaft gibt es drei Rahmenbedingungen, die über Erfolg oder Misserfolg entscheiden:
• Verknappung der Ressource Zeit: Der Innovationsdruck ist enorm, und der Rhythmus, mit dem Veränderungen im organisatorischen Gefüge vorgenommen werden, wird immer schneller.
• Verknappung der Ressource Geld: Natürliche Ressourcen gehen zur Neige, gesellschaftliche Fehlentwicklungen, wie die Überalterung der Bevölkerung, verursachen enorme Folgekosten, Massen von Konsumenten leben auf Pump, und die Zahl der Arbeitsplätze sinkt kontinuierlich.
• Steigerung der Komplexität: Technische, ökonomische, politische und gesellschaftliche Prozesse beeinflussen sich gegenseitig und entwickeln eine Eigendynamik. Die Herausforderung für das einzelne Unternehmen lautet: schnellere und wirtschaftlichere Bewältigung einer zunehmenden Vielfalt sich rasch ändernder Aufgaben. Die Informationsströme müssen an die Prozessketten gekoppelt werden. Hierarchische Positionen geraten mehr und mehr aus dem Strom der relevanten Information, die Ebenen beginnen abzuflachen.
Damit diese neue Organisation funktioniert, müssen die unternehmerischen Aufgaben grundlegend anderes angepackt werden. Erstens erfordert die Selbststeuerung ein hohes Maß an Kommunikation und Kooperation innerhalb der einzelnen Organisationseinheiten. Zweitens muss auf allen Stufen unternehmerisch gedacht und im Gesamtinteresse gehandelt werden. Die Unternehmenskultur muss fünf Schlüsselfaktoren aufweisen:
• kreative Unruhe,
• Konfliktfähigkeit,
• Zusammengehörigkeitsgefühl,
• Sinnvermittlung,
• Kommunikation.
Künftig besteht die Funktion der Führung nicht mehr darin, Arbeit vorzubereiten und zu verteilen. Sie besteht vielmehr darin, die Rahmenbedingungen zu schaffen, die es normal intelligenten Mitarbeitern ermöglichen, ihre Aufgaben selbstständig und effizient zu erfüllen.

2. Den Wandel gestalten: Grundsätze des Vorgehens

Fehler geschehen nicht zufällig, sie sind bereits im Konzept angelegt. Dazu zählen Verhaltensweisen wie Kaltstarts (Veränderungsmaßnahmen ohne Einfühlungsvermögen vorantreiben), die vom Management ausgegebene Devise: »Ohne uns läuft nichts«, Abwiegeln, Dramatisieren und die Lust an Insellösungen.
Veränderungsprozesse lassen sich nur dann umsetzen, wenn folgende Schlüsselfaktoren beachtet werden:
• Energie wecken und Vertrauen schaffen: Dazu gehört, die Betroffenen »dort abzuholen, wo sie sind«, die Ziele der Veränderung klar herauszustellen sowie für Glaubwürdigkeit des Vorhabens und der Initiatoren zu sorgen.
• Denken in Prozessen statt in Strukturen: Es geht darum, die inneren Muster von Systemen zu erforschen, an das Geschehen »anzudocken«, sich »einzufädeln«.
• Das Unternehmen auf sein Umfeld ausrichten und es als lernendes System zu verstehen.
Entwicklungsprozesse und Veränderungsprojekte laufen in bestimmten Phasen ab; dort muss man folgenden psychologischen Tücken begegnen:
• Vorüberlegungen: Man hat zu viele »fertige Lösungen« im Kopf.
• Gezielte Sondierungen: Man hört nur, was man hören will.
• Schaffen der Projektgrundlagen: Man ersetzt Klarheit durch Vermutungen.
• Kommunikationskonzept: Man erklärt die Angelegenheit zur geheimen Kommandosache.
• Datenerhebung: Falsche Fragen führen zu »falschen« Daten.
• Datenfeedback: Die Daten kommen unter Verschluss.
• Diagnose und Kraftfeldanalyse: Die Lieblingslösungen der »Oberen« kommen zum Zug.
• Konzeptentwicklung und Maßnahmenplanung: Es gibt keine oder nur Scheinalternativen, es besteht kein Mut zu Neuem.
• Vorentscheidung: Man lässt alles offen.
• Experimente und Praxistests: Es werden reine Alibi-Übungen veranstaltet.
• Entscheidung: Die Entscheidung wird verzögert oder verwässert.
• Praxiseinführung und Umsetzungsbegleitung: Die alte Denkweise bricht sich wieder Bahn.
Verändern bedeutet immer, sich mit Machtkartellen anzulegen. Um die bestehenden Machtverhältnisse zu ändern, muss man:
• die Bereitschaft zum Risiko haben,
• sich nicht vor den Karren anderer spannen lassen,
die Macht anderer nicht verteufeln, sondern eigene Macht aufbauen,
offen Kritik üben,
ein Team von Verbündeten bilden und ein solidarisches Vorgehen zur Durchsetzung der gemeinsamen Ziele vorbereiten.

3. Blick in die Werkstatt

Zum methodischen Instrumentarium zählen unter anderem Instrumente und Verfahren zur Unternehmensentwicklung, die Organisationsdiagnose, prozessorientiertes Projektmanagement, der Umgang mit Widerstand, Methoden der Gestaltung der Kommunikation, Workshops, Konfliktmanagement, Verfahren zur Veränderung der Unternehmenskultur sowie ein Fragebogen zur Selbsteinschätzung.
 

Im Umfeld des Themas Zum Zeitpunkt des Erscheinens des Buches gab es laut Rezensionen hinreichend Literatur über das »Was« und »Warum« von Veränderungsprozessen in Unternehmen. Klaus Doppler und Christoph Lauterburg waren aber die Ersten, die konkret anhand zahlreicher Beispiele zeigten, wie man solche Veränderungen in der Praxis durchführt. Sie stellen die Steuerung und Umsetzung von Veränderungen als vernetztes Prozessmanagement dar. Die Inhalte des Buches sind nach wie vor aktuell, denn für die Wirtschaft ist es eine der größten Herausforderungen, wie man in einer Zeit des Wandels seine naturgemäß träge Organisation ständig neuen Gegebenheiten anpasst. Das Werk gilt als der Klassiker zum Thema Change Management.
 
Quelle
Campus Management
 
Schlagwörter Change Management / Changemanagement / Veränderungsmanagement / Umstrukturierung / Veränderungsprozesse
 
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