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Jeremy Rifkin: Das Ende der Arbeit und ihre Zukunft

Neue Konzepte für das 21. Jahrhundert

"Die alte Logik, dass technologischer Fortschritt und Produktivitätszuwachs alte Jobs vernichten, aber auch genauso viele neue schaffen, trifft nicht mehr zu."

 

 

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Preis:
EUR
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10
 
Warum sollte man dieses Buch lesen?
Die Arbeitslosigkeit ist das dringendste Problem unserer Gesellschaft. Weltweit sind heute mehr als 800 Millionen Menschen ohne Job, und auch ein neuerlicher Aufschwung der Weltwirtschaft wird keine neuen Arbeitsplätze bringen. Die Dritte Industrielle Revolution hat längst eingesetzt. Millionen von Arbeitnehmern werden durch Maschinen und Computer ersetzt, die effizienter und profitabler arbeiten. Rifkin appelliert, uns von unserer Fixierung auf Markt und Staat zu lösen und stattdessen einen Dritten Sektor aufzubauen. Weltweit gibt es Zehntausende von Non-Profit-Organisationen. Nach ihrem Vorbild ließe sich ein Bereich sozialer Arbeit aufbauen, der den Arbeitslosen zu neuer Beschäftigung verhelfen würde.
 
Erste Übersicht
Der Autor zeigt auf, dass sich seit dem Beginn der Moderne der Wert eines Menschen am Marktwert seiner Arbeitskraft misst. Jetzt, da diese Ware in einer automatisierten Welt zunehmend überflüssig wird, muss der Mensch in seinem Verhältnis zur Gesellschaft neu definiert werden.
 
Der Inhalt im Einzelnen

1. Unterbeschäftigung und Überproduktion

Neue Technologien steigern die Produktivität, senken die Kosten und vergrößern das Angebot an billigen Waren. In der Folge wachsen die Kaufkraft und die Märkte – auf dieser zentralen Annahme beruhte bislang die Wirtschaftspolitik der Industrieländer. Jetzt aber zeigen sich die wahren Folgen dieser Logik: eine Arbeitslosigkeit ungeheuren Ausmaßes, ein starker Rückgang der Kaufkraft und eine gefährlich hohe Überproduktion.

2. Die Dritte Industrielle Revolution

Gegenwärtig gibt es auf der ganzen Welt mehr als eine Milliarde Computer. Wissenschaftler rechnen damit, dass die Denkmaschinen schon bald intelligent genug sein werden, um ein eigenes Bewusstsein zu entwickeln und sich selbst zu verbessern. Japanische Firmen haben die Methode der schlanken Produktion mit Computer- und Informationstechnologien kombiniert, um die »Fabrik der Zukunft« zu bauen – eine automatisierte Produktionsanlage mit wenig Arbeitskräften. Die Ausrichtung der schlanken Produktion auf Prozesse anstatt auf Strukturen und Funktionen bot eine ideale Grundlage für die Anwendung der neuen Technologien. Die Hierarchien sind eingeebnet, zunehmend wird direkt auf Bestellung gearbeitet, die Zahl der »überflüssigen « Angestellten steigt stetig.

3. Die arbeitslose Zukunft

Die technologische Entwicklung bringt uns einer Welt ohne Arbeit ständig näher. Die neuen Informations- und Robottechnologien verändern die herkömmliche Landwirtschaft, indem sie überall Menschen durch Maschinen er setzen. Die neuen Gentechnologien werden noch viel weiter gehende Veränderungen mit sich bringen, da sie direkt in die Aufzucht von Pflanzen und Tieren eingreifen. Die chemische Industrie investiert in die Gewebekulturen- Produktion; ihre Vision ist eine Landwirtschaft ohne Boden. Auch die Automobilindustrie und die ihr benachbarten Industriezweige stellen ihre Produktionsabläufe um und bauen dabei immer mehr Arbeitsplätze ab. Schließlich wird auch der Dienstleistungsbereich der Automation anheimfallen.

4. Der Preis des Fortschritts

Die neue Wirtschaftswelt hat Gewinner, aber auch Verlierer. So ist etwa das Teamkonzept der schlanken Produktion das Gegenteil einer menschenfreundlichen Managementpraxis. Für die Beschäftigten bedeutet es eine raffinierte Form der Ausbeutung. Entscheidend für die Produktivität sind heute nicht mehr physische, sondern mentale Leistungen. Die Wissensarbeiter werden immer wichtiger für die Wirtschaft, während die beiden bestimmenden Gruppen des industriellen Zeitalters, die Arbeiter und die Kapitalisten, zunehmend an Bedeutung verlieren.

5. Das postmarktwirtschaftliche Zeitalter

Wenn Millionen Arbeitnehmer immer weniger Zeit für die Erwerbsarbeit aufwenden müssen und Ungelernte überhaupt keine Beschäftigung in der globalisierten, automatisierten Hightech-Wirtschaft mehr finden, wird die Frage der arbeitsfreien Zeit zu einer politischen Frage. Deshalb muss dem Dritten Sektor mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden: Er ist der Bereich der sozialen Verantwortlichkeit. Diesen Sektor gilt es zu globalisieren. Überall auf der Welt wächst die gesellschaftliche Bedeutung der Non-Profit-Organisationen, die Aufgaben übernehmen, die von der Wirtschaft und vom Staat vernachlässigt werden.
 

Im Umfeld des Themas Rifkin gilt als einer der schärfsten Kritiker der Technowissenschaft, unter anderem als einer der bekanntesten und meistgefürchteten Journalisten gegen die Gentechnologie. Mit seinem Buch hat er die Debatte über die Zukunft unserer Arbeitsgesellschaft wesentlich mitgestaltet. In Rezensionen wird allerdings kritisiert, dass seine Lösungsvorschläge allgemein und vage bleiben und dass seine Überlegungen auf die USA beschränkt sind. Auch trete ein Widerspruch auf: Nach seinen Überlegungen müssen sich Geld verdienende Bürger zusätzlich zu ihrem Job ehrenamtlich engagieren und damit die Produktion von Gütern möglich machen, die sonst nicht produziert würden. Das setze voraus, dass es eine Nachfrage für das Angebot gibt und jemand bereit und fähig ist, Geld dafür zu bezahlen. Wenn aber jemand für bestimmte Leistungen bezahlen kann, brauche es keine ehrenamtliche Arbeit zu geben. An Rifkins Schreibstil wird kritisiert, dass er sehr »reißerisch « sei. Man attestiert ihm eine »Rhetorik der Endzeit«.
 
Quelle
Campus Management
 
Schlagwörter Globalisierung / Arbeitslosigkeit / Non-Profit-Organisations / Non-Profit-Organisationen / NPO / NPOs