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Das Wie am Was

Beratung und Kunst

"Die erste Regel der Kunst: Kunst hat keine Regeln - Kunst stiftet sie.'"

 

 

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Preis: EUR 59,00
 

 
Bewertung (max. 10)

9

 

Review

Die Schlagwörter Wirtschaft und Kunst rufen bei Angehörigen beider Berufsfelder eher Assoziationen wie Kunstmarkt- und Handel und möglicherweise auch die finanzielle Förderung der Kunst durch Wirtschaft oder Finanzanlagen der Wirtschaft in Kunst hervor. So dient Kunst für den Kunsthändler als Produkt, welches er verkaufen will bzw. für ein Unternehmen zur Prestige- und Imagesteigerung.

Eine völlig andere Verbindung stellt das Forschungsprojekt „Wirtschaftskultur durch Kunst“, ein Gemeinschaftsprojekt der Universität Witten/Herdecke und des Kunstwissenschaftlichen Instituts des Landes Nordrheinwestfalen unter der Leitung von Prof. Michael Bockemühl her. Wie der Titel schon anzeigt, werden Kunst und Wirtschaft nicht im getrennten Sinn voneinander behandelt, sondern stehen in Beziehung zueinander. Dieser Ansatz überrascht im ersten Moment, da das wirtschaftliche Arbeiten dem künstlerischen Arbeiten diametral entgegen zu stehen scheint.

Das Gegenteil beweist das Kunstkonzept des erfolgreichen Beratungsunternehmens Droege & Comp., welches jetzt in der Veröffentlichung „Das Wie am Was“ vorliegt und als Einzelbeitrag in dem oben erwähnten Forschungskontext zu sehen ist. Darin zeigen der Kunstwissenschaftler Michael Bockemühl und der Geschäftsführende Partner des Unternehmens Droege & Comp. Thomas K. Scheffold auf, wie die Beratertätigkeit durch die Beschäftigung mit moderner Kunst zu neuen Sehweisen und Denkformen gelangt und diese wirtschaftlich als Entwicklungstreiber wirksam wird. Natürlich drängen sich nun die Fragen auf: Wie wird dies möglich? Wie sieht das konkret aus?

Möglich wird dies, weil die Qualität der Kunst darin liegt, sich stetig durch Denk- und Reflexionsprozesse zu erneuern und dabei ungewöhnliche Wege beschreitet. Innovative Konzepten und Ideen werden in der Wirtschaft immer, aber momentan mehr denn je gesucht. Somit zeigen die beiden Welten genau hier ihre Überschneidung: bei der Suche nach Erneuerung. Wer bereit ist, sich auf Kunst einzulassen und ihre Regeln und Wege nachzuvollziehen, kann hier auf eine qualitativ-hochwertige Lehrmeisterin treffen. Das „Wie“ am „Was“ wird hier bedeutend!

Konkret sieht dies folgendermaßen aus: Droege und Comp. setzt zur Flankierung einzelner Projektphasen Werke der Modernen Kunst ein, die die jeweiligen Frage- bzw. Problemstellung in gleicher Weise verarbeitet und dazu eine bildliche Lösung gefunden haben. Dabei steht, wie bereits erwähnt, das „Wie“ dieser Bilder im Vordergrund. Also wurden, in einem konkreten Fall gesprochen, die für das zu beratende Unternehmen notwendigen „Change Prozesse“ an entsprechenden Kunstwerken nachvollzogen.

Dabei sollte „Change“ als Herausforderung begriffen werden, das Alte neu zu sehen. Damit kann es als Evolution mit revolutionärer Kraft, jedoch ohne Zerstörung aufgefasst werden. Dazu wurde das Bild Ohne Titel von Günter Umberg eingesetzt. Der Effekt, den dieses, ganz in schwarz dargestelltes Werk, auslöst, beschreibt die Wirkungsweise des Konzeptes sehr gut:

Der erste Blick offenbart ein vollkommen schwarzes Bild, der zweite Blick jedoch mehr. Je nach Betrachter geht zeigen sich bunte Punkte oder ein Flimmern und auch etwas ganz anderes, jedenfalls etwas, das beim ersten Hinschauen nicht sichtbar geworden ist. An diesem Bildwerk wird also deutlich, dass das vertiefte Wahrnehmen die Grundlage einer jeden konstruktiven Veränderung wird. Gleiches wird in diesem konkreten Fall an den Schlagworten „Neubeginn“, „Aktivierung“, „Corporate Identity“ und „Identity als Führungsaufgabe“ mit entsprechen Kunstwerken vollzogen.

Der gezielte Umgang mit Kunst bietet also dem Kunden eine zusätzliche Möglichkeit, von anderer Warte aus auf die zu bewältigenden Probleme zu blicken oder eine erweitere Übersicht über das noch zu Leistende oder das bereits Geleistete gewinnen zu können. So werden einzelnen Kunden individuell konzipierte und passgenau zugeschnittene Workshops in die verschiedenen Beratungsschritte integriert.

Doch nicht nur für den Kunden ist der Einsatz von Kunst als bereichernd zu verstehen, sondern auch für das gesamte Beraterunternehmen. Kunst kann also als Anstoß für die Eigenentwicklung eingesetzt werden, so wie es Droege & Comp. seit Jahren tut. So liegt es diesem Unternehmen am Herzen bei seinen Mitarbeitern den Sinn für Kunst zu wecken – als konkrete Grundlage für die Arbeit mit der Kunst und für die gemeinsam als Kulturwert erlebte Unternehmenskultur. Dies erfolgt in regelmäßigen Think-Tank-Events (Besuche von Museen und Ausstellungen) und der Ausgestaltung der Arbeitsräume mit Kunstwerken, die die Arbeit der Mitarbeiter durchdringen und bereichern sollen bzw. das Kunstkonzept von Droege und Comp. verkörpern.

Dieses außergewöhnliche Selbstverständnis der Beratertätigkeit manifestiert sich schließlich auch im Unternehmens-Claim: „Beratung ist Umsetzung nach allen Regeln der Kunst“. Die rational-abgeklärte Wirtschaftwelt kann also den Status einer Wirtschaftkultur erreichen, die für alle Beteiligten einen positiven Gewinn abwirft. Die herausragende Stellung des Unternehmens im internationalen Wettbewerb beweist, dass diese Methodik durchaus erfolgreich und für Kunden und Berater – unternehmerisch, als auch persönlich - gleichermaßen nutzbringend ist.

Wer also aufgeschlossen ist, sich durch Kunst bereichern zu lassen und neue Wege für sein unternehmerisches Handeln zu beschreiten, bietet das Kunstkonzept von Droege und Comp. eine vollkommen innovative und erfolgreiche Herangehensweise. Das dazu erschienene optisch übersichtliche und ästhetisch ansprechende Buch ist strukturell logisch aufgebaut und bietet den ersten Einstieg. Durch zahlreiche, ausführlich beschriebene Bildbeispiele wird das Kunstkonzept des Unternehmens auch für den Kunst-Laien nachvollziehbar. Voraussetzung ist natürlich, sich auf Kunst einlassen zu wollen.

Steffen Weber

 

Zielgruppe

Alle unternehmerischen Leser, die Freude an der Kunst haben und die zugleich bereit sind, die Kunst für neue Lösungen ihrer Zukunftsherausforderungen zu nutzen.

 

Inhalt

• Beratung ist Umsetzung nach allen Regeln der Kunst

• Arbeitsspuren – Das Kunstkonzept in der Praxis

• Die Herausforderung

• Kunst als Weg

• Die Wirkung

• Bilder – Anstiften zum Sehen

 

Autoreninfo

Michael Bockemühl, Professor Dr. phil., ist Inhaber des Lehrstuhls für Kunstwissenschaft, Ästhetik und Kunstvermittlung an der Universität Witten/Herdeck.

Thomas K. Scheffold ist geschäftsführender Partner der Unternehmensberatung Droege & Comp. GmbH, Düsseldorf

 

Schlagwörter

Beratung / Consulting / Kunst / Innovation / Konzept