ephorie.de - Das Management-Portal

NEU - Service für alle ephorie.de-Nutzer - NEU

amazon-Suchbutton jetzt hinzufügen!

amazon-Suchbutton für Ihre Google-Toolbar: Jetzt hinzufügen!

ephorie.de
Das Management-Portal


Inhalt  Suchen  Newsletter  Gewinnspiel  Über uns


     

 


     

^ Ebene höher ^

Der Halo-Effekt

Wie Manager sich täuschen lassen

"Dieses Buch beschreibt diverse Täuschungen, die uns den Blick dafür verstellen, warum das eine Unternehmen Erfolg hat und das andere nicht."

 

 

Mehr Infos zum Buch bei amazon!

Buch
Preis:
EUR 24,90
 

Mehr Infos zum Buch bei amazon!

Buch (engl. Original)
Preis (ca.):
EUR 17,11
 

Dieter Brandes: Einfach managen - Abstract bestellen!

Abstract bestellen
 

 
 
Bewertung (max. 10)

9

 

Review

Aus welchem Grund lesen Manager Managementbücher? Um Antworten auf die ultimative Frage der Unternehmensführung zu finden: 'Was macht Unternehmen erfolgreich?' Antworten darauf gibt es mehr als genug - doch was sind diese wirklich wert? Davon handelt das Buch mit dem etwas eigentümlichen Titel Der Halo-Effekt von IMD-Professor Phil Rosenzweig.

Um die Antwort gleich vorwegzunehmen: Die meisten Ratschläge sind das Papier nicht wert, auf dem sie gedruckt sind. Um dies zu belegen, führt Rosenzweig detailliert vor, wie die Autoren diverser Studien zu jenen vermeintlichen Erfolgsrezepten kommen. Fast immer spielt hier der Halo-Effekt eine Rolle: Die Studien wählen die Firmen nicht neutral aus, sondern untersuchen nur diejenigen Firmen, welche in der Vergangenheit besonders erfolgreich waren. Mit anderen Worten: Die Studien versuchen den Unterschied zwischen erfolglosen und erfolgreichen Unternehmen herauszufinden - untersuchen aber nur die eine Gruppe und denken sich den Rest dazu, bzw. im schlimmsten Falle, aus.

Heraus kommen dabei so zweifelhafte Erfolgskonzepte wie: Sei risikobereit! Dabei sollte nach kurzem Nachdenken auffallen, dass die Friedhöfe voll sind mit risikobereiten Menschen. Und so haben auch die meisten auf diese Art identifizierten 'Erfolgsunternehmen' in der Folgezeit schlechter performt als der Gesamtmarkt - inklusive solcher 'Erfolgsstories' wie Enron mit ihrem Motto: Sei innovativ! Interessanterweise untersuchen die wenigsten Studien gescheiterte Firmen, obwohl diese viele Überraschungen in Bezug auf vermeintliche Erfolgsrezepte bereithalten.

Vielleicht lautet die ultimative Erfolgsformel, skeptisch zu bleiben bei allen naiven Erfolgsformeln. Der Unternehmenserfolg lässt sich nicht erzwingen, aller moderner Managementlehre und Strategiewissen zum Trotz. Am Ende müssen wir uns immer wieder eingestehen, wie wenig wir eigentlich wirklich wissen und wie sehr wir auch von Glück und Zufall abhängen. Nach der Lektüre dieses Buches werden Sie viele Beraterratschläge, Führungsseminare und Managementtitel mit einem wissenden Lächeln zu Kenntnis nehmen können: Ach, da ist er ja wieder - Der Halo-Effekt!

 

Zielgruppe

Alle, die nicht mehr auf naive Erfolgskonzepte im Management hereinfallen wollen.

 

Inhalt

1. Wie wenig wir wissen

Wie kommt es, dass die einen Unternehmen Erfolg haben und die anderen nicht? Trotz emsiger Forschung ist unsere Wissenslandkarte von weißen Flecken übersät. Und die meisten Studien zur Unternehmensperformance bewegen sich auf dem Niveau pseudowissenschaftlicher Anekdoten.

2. Die Cisco-Anekdote

Der Aufstieg von Cisco Systems begann Ende der Neunzigerjahre mit einer brillanten Idee, einer klaren Kundenorientierung und sinnvollen Firmenzukäufen. Als die Blase platzte, stellte sich heraus, dass Cisco die Strategie verfehlt, Kunden vergrault und die falschen Firmen geschluckt hatte. Im Licht einer schlechteren Performance sah plötzlich alles anders aus.

3. Auf und Ab mit ABB

In guten Zeiten war ABB ein New-Age-Wunder mit vorbildlicher Firmenkultur, zukunftsweisenden Organisationsstrukturen und einem Helden an der Spitze. Als das Unternehmen beinahe kollabierte, verfügte es über eine uninspirierte Kultur, eine chaotische Organisation und eine arrogante Führung. ABB hatte sich kaum verändert – der Unterschied lag im Auge des Betrachters.

4. Halo-Effekte, wohin das Auge blickt

Unser unternehmerisches Denken leidet allzu häufig unter dem Halo-Effekt oder der Blendwirkung vermeintlicher Patentrezepte. Bei vielen »ursächlichen« Faktoren einer guten Unternehmensperformance – Firmenkultur, Führungsqualitäten und so weiter – handelt es sich in Wirklichkeit um Begleit- und Folgeerscheinungen.

5. Gegenmittel Forschung?

Können uns wissenschaftliche Studien zur Unternehmensperformance vor dem Halo-Effekt bewahren? Nur, wenn sie performanceunabhängige Messkriterien berücksichtigen. Häufig enthalten sie jedoch weitere Täuschungsquellen wie die Verwechslung von Korrelation und Kausalität oder die Suche nach der einzig wahren Erklärung.

6. Auf der Suche nach Spitzenunternehmen … finden wir Halo-Effekte

Zwei bekannte Bestseller, Auf der Suche nach Spitzenleistungen und Immer erfolgreich, sind voller Beispiele für den Halo-Effekt und weitere Täuschungsquellen wie den ausschließlichen Siegervergleich, die Illusion wissenschaftlicher Gründlichkeit und die Illusion vom anhaltenden Erfolg.

7. Eine Täuschung kommt selten allein

Spätere Studien wie beispielsweise Der Weg zu den Besten präsentieren sich noch aufwendiger und ambitionierter; dafür finden sich hier auch noch mehr Täuschungsquellen wie die Illusion der absoluten Performance, die Verwechslung von Ursache und Wirkung und die trügerische Metapher von den Naturgesetzen der Unternehmensführung.

8. Die Vermengung von Anekdote und Wissenschaft

Viele populäre Bücher zur Unternehmensführung halten wissenschaftlichen Kriterien nicht stand und beziehen ihre Überzeugungskraft vielmehr aus ihrem Anekdotencharakter. Sie inspirieren ihre Leser und machen ihnen Mut. Dabei setzen sie jedoch häufig falsche Schwerpunkte und führen die Manager auf gefährliches Glatteis.

9. Die Mutter aller Businesslösungen: Nimm zwei

Wie lautet das ultimative Performancerezept? Im Wesentlichen verfügen wir über zwei Hebel: den strategischen Ansatz und seine operative Umsetzung. Der hohe Unsicherheitsgrad in beiden Bereichen erklärt jedoch, warum es keine Performancegarantie gibt und warum es so schwerfällt, Erfolgsfaktoren zu isolieren.

10. Management ohne Kokosnusskopfhörer

Wie sieht Unternehmensführung ohne falsches Wunschdenken aus? Umsichtige und vorausschauende Manager erhöhen ihre Erfolgswahrscheinlichkeit, indem sie den Unsicherheitsfaktor akzeptieren und bewusst in ihrer Entscheidungsfindung berücksichtigen.

 

Kurz-Abstract

Täuschung Nr. 1: Der Halo-Effekt

Die Versuchung, die Gesamtperformance eines Unternehmens bestimmten Faktoren wie Unternehmenskultur, Führungsstil, Werten und so weiter zuzuschreiben. Viele vermeintliche Performancefaktoren sind in Wirklichkeit lediglich Begleiterscheinungen vergangener Erfolge.

Täuschung Nr. 2: Die Verwechslung von Korrelation und Kausalität

Zwei Erscheinungen können korreliert sein, ohne dass wir wissen, was Ursache und was Folge ist. Garantieren zufriedene Mitarbeiter eine höhere Performance? Die Wirklichkeit scheint eher das Gegenteil zu beweisen – der Erfolg eines Unternehmens schlägt sich positiv in der Zufriedenheit seiner Mitarbeiter nieder.

Täuschung Nr. 3: Die Illusion der einzig wahren Erklärung

Viele Studien machen für Performanceverbesserungen einen einzigen Faktor wie Firmenkultur, Kundenorientierung oder Führungsstil verantwortlich. Weil aber viele dieser Faktoren hochgradig korreliert sind, ist der Beitrag der einzelnen Faktoren in der Regel geringer als angenommen.

Täuschung Nr. 4: Der ausschließliche Siegervergleich

Solange wir lediglich Erfolgsunternehmen miteinander vergleichen, werden wir niemals jene Erfolgsfaktoren identifizieren, die sie vor ihren weniger erfolgreichen Wettbewerbern auszeichnen.

Täuschung Nr. 5: Die Illusion wissenschaftlicher Gründlichkeit

Eine schlechte Datenqualität lässt sich weder durch die Quantität der gesammelten Daten noch durch die Güte der Analysemethoden kompensieren.

Täuschung Nr. 6: Die Illusion vom anhaltenden Erfolg

Fast alle leistungsstarken Unternehmen erleiden mit der Zeit Performanceeinbußen. Das Versprechen eines dauerhaften Erfolgsrezepts ist verführerisch, aber wenig realistisch.

Täuschung Nr. 7: Die Illusion absoluter Performance

Unternehmensperformance ist ein relativer Begriff. Ein Unternehmen kann sich nach absoluten Kriterien verbessern und dennoch hinter seine Wettbewerber zurückfallen.

Täuschung Nr. 8: Die Verwechslung von Ursache und Wirkung

Auch wenn erfolgreiche Unternehmen häufig stark fokussierte Strategien verwenden, heißt das noch lange nicht, dass stark fokussierte Strategien die Erfolgswahrscheinlichkeit erhöhen.

Täuschung Nr. 9: Die trügerische Metapher von den Naturgesetzen der Unternehmensführung

Die Unternehmensperformance folgt keinen unveränderlichen Naturgesetzen und lässt sich nicht mit wissenschaftlicher Genauigkeit vorhersagen.

 

Autoreninfo

Phil Rosenzweig ist Professor am International Institute for Management Development (IMD) in Lausanne (Schweiz), wo er mit führenden multinationalen Unternehmen an Fragen der Strategie und Organisation arbeitet. Geboren in Nordkalifornien, studierte Rosenzweig Wirtschaft an der University of California in Santa Barbara und Business Administration an der University of California Los Angeles (UCLA). Nach sechs Jahren bei Hewlett-Packard zog er nach Philadelphia und erwarb 1990 einen Ph.D. an der Wharton School, Universität von Pennsylvania. Bevor er dann 1996 zum IMD ging, war er sechs Jahre an der Harvard Business School tätig. Phil Rosenzweig und seine Frau Laura haben zwei Kinder.

 

Schlagwörter

Führung / Management / Täuschungen im Management / Halo-Effekt / Korrelation / Kausalität / Survivor-Bias

 

Weitere Titel

Narren des Zufalls