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Peter Krieg: Kernthesen

Die paranoide Maschine

Computer zwischen Wahn und Sinn

Exklusiv bei ephorie.de: Autor Peter Krieg über die Kernthesen seines Buches

"Dieses Buch handelt vom Menschheitstraum der Denkmaschine und von Konzepten, sie zu bauen."

 

 

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Preis: EUR 16,00
 

 
Bewertung (max. 10)

8

 

Review

Dass Computer eigentlich dumme Rechenknechte sind, wissen wir alle. Doch warum ist das so, fragt Peter Krieg. Schließlich werden ja nicht unerhebliche Ressourcen in die Entwicklung neuer Computergenerationen gesteckt, doch die Ergebnisse sind eher ernüchternd: Die Rechner werden zwar immer schneller, aber sie bleiben dumm.

Es stimme etwas Grundsätzliches nicht an der Funktionsweise von Computern, behauptet Krieg und greift dafür tief in die Entwicklungsgeschichte der Datenverarbeitung, in die Philosophie und die Wissenschaftstheorie. Nicht immer ganz leicht zu verstehen, aber immer spannend. Kern seiner Aussagen: Das heutige Computerparadigma basiert auf der kompromisslosen Anwendung klassischer logischer Prinzipien, d.h. zum Beispiel auf der Deduktion, also der Ableitung besonderer Sachverhalte aus allgemeinen.

Eines der bekanntesten Beispiele hierzu lautet: Wenn alle Menschen sterblich sind und Sokrates ein Mensch ist, so muss er ebenfalls sterblich sein. Logisch! Allerdings nicht genug, um die Welt vollends zu verstehen, denn wenn es nur Deduktion gäbe, würde sich alles am Ende auf nur ein Allgemeines beziehen; es könnte nichts daneben geben. In der realen Welt, in der wir leben, gibt es jedoch sehr viele verschieden Dinge, die sich nicht unbedingt immer nur auf eine einzige Sache zurückführen lassen. Krieg argumentiert, dass sich nur bei psychisch kranken, paranoiden Menschen, das gesamt Leben um eine Sache dreht: sei es eine Weltverschwörung oder die Zahl 23. Aus dieser Analogie erklärt sich auch der auffällige Titel.

Krieg legt überzeugend dar, stellenweise mit etwas viel Pathos, dass es einer "neuen Logik" bedürfe, einer Logik, welche mehrere Konzepte gleichberechtigt nebeneinander bestehen ließe, einer so genannten "Polylogik". Praktischerweise hat er dazu auch gleich noch ein Unternehmen gegründet, welche einen derartigen Ansatz verfolgt. Wozu der neuen Ansatz, der im Buch ausführlich entwickelt wird, am Ende führen wird, ob vielleicht gar zu "echten" Denkmaschinen, lässt sich aus heutiger Sicht natürlich nicht abschätzen. Was aber gesagt werden muss, ist, dass dieses Buch "unsere" Denkmaschine auf Trapp bringen kann, und das ist doch auch schon mal etwas!

 

Zielgruppe

Alle, die sich über eine Alternative zu unserem heutigen Computer-Paradigma informieren möchten.

 

Inhalt

1. Die zehn Computerplagen

2. Logik ist nicht genug

3. Die Welt als Moiré- Effekt

4. Wie kommt das Neue in die Welt?

5. Die Wahrheitsmaschine

6. Immer Ärger mit HAL

7. Moore's Fluch

8. Die transklassische Maschine

9. Die Ursache liegt in der Zukunft

10. Die heilige Ordnung

11. Relationen sind alles

12. Die kognitive Bibliothek

13. Eine neue Maschinenmetapher

 

Autor

Peter Krieg hat sich als Dokumentarfilm-Regisseur (Septemberweizen, Packeis-Syndrom, Maschinenträume, Suspicious Minds u. a.) vor allem mit sozialen und technikphilosophischen Themen auseinander gesetzt, war aber gleichzeitig auch als Erfinder, Berater, Publizist und Producer im Spannungsfeld zwischen Wissenschaft und Kunst, Technik und Medien unterwegs.

Ob als Filmemacher, Erfinder eines Zeitcodesystems oder Realisator des ersten computergesteuerten interaktiven Kinos, ob als Gründungsdirektor des High Tech Center Babelsberg, als Producer bei der Expo 2000 und beim Space Center Bremen oder jüngst als "Inkubator" des Pile-Systems - was ihn umtreibt, ist stets die Verbindung von praktischer Innovation mit theoretischer Reflektion.

 

Schlagwörter

Informatik / Philosophie / Wissenschaftstheorie / Computer / Denkmaschinen / Künstliche Intelligenz / Pile System