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Die Welt ist flach

Eine kurze Geschichte des 21. Jahrhunderts

"Die Globalisierung ist in ein völlig neues Stadium getreten.'"

 

 

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Preis: EUR 26,80
 

Dieter Brandes: Einfach managen - Abstract bestellen!

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Bewertung (max. 10)

8

 

Review

Der Autor, dreimaliger Pulitzer-Preis-Gewinner, hat in seinem mittlerweile in der zweiten Auflage vorliegenden Buch „Die Welt ist flachEine kurze Geschichte des 21. Jahrhunderts“ seine Erfahrungen als Auslandskorrespondent der New York Times zu Papier gebracht und nun komplett überarbeitet und erweitert.

Erfasst hat uns die Globalisierung schon lange. Trotz protektionistischer Ansätze im „alten“ Europa kann sich schon heute kein Land und keiner seiner Bürger den Einflüssen entziehen, die mit diesem allumfassenden Phänomen einhergehen. Jahrelange Erfahrungen im Ausland ermutigten den Autor dazu, die dort kennengelernten Sichtweisen, Gründe und Katalysatoren der Globalisierung für seine Leser zu Papier zu bringen. Wer etwas darüber erfahren will, warum unsere Welt heute so ist, wie sie ist, und verstehen will, in welche Richtung wir uns bewegen, der bekommt mit Friedmans Buch nicht trockene Theorie, sondern die umfangreichen Erlebnisberichte eines „Globalisierungs-Praktikers“.

Der Autor reist dazu weit in die Zeit zurück, zu dem, was er „Globalisierung 1.0“ nennt: Die Zeit ab 1492, als die Triebfeder der entstehenden globalen Vernetzung noch diese Länder waren: Spanien, England, Holland, Frankreich - all jene, die durch die Kolonialisierung dafür sorgten, dass schon damals die Welt kleiner, oder mit Friedmans Worten, „flacher“ wurde. Abgelöst wurde diese Phase durch die Version „Globalisierung 2.0“: Hauptantrieb hierfür war ab dem Beginn des 19. Jahrhunderts die Unternehmen, oder wie man sie heute nennt „Multi National Companies“. Für uns heute Alltag, essen bei McDonald's, PCs kaufen bei Dell oder Autos von Toyota, bereiten diese beispielhaft genannten Unternehmen den weiteren Weg zur Globalisierung, wie wir sie heute kennen. Zum Beginn des 21. Jahrhunderts setzte nun aber Phase drei ein: „Globalisierung 3.0“ wird gefüttert von Individuen. Durch die modernen Informations- und Kommunikationstechnologien (ICT) ist (fast) jeder Erdenbürger in der Lage, sich das Wissen der Welt anzueignen und seine eigene, kleine globalisierte Welt zu schaffen, sich journalistisch einzubringen, Dienstleistungen zu entwickeln und anzubieten.

Geschmückt wird das kurzweilig geschriebene Buch mit zahlreichen faszinierenden, lustigen aber auch skurrilen Beispielen, denen der Autor auf seiner Globalisierungsreise begegnet ist: Kunden, die in den USA bei McDonald's an den kleinen Sprechautomaten Ihre Speisen und Getränke bestellen, kommunizieren nicht etwa mit der netten Dame ein paar Meter weiter hinter dem Schalter, sondern mit einem 24/7-Call Center im englischsprachigen Indien. JetBlue, eine bekannte Billigfliegermarke in den USA, verlagert unter dem Begriff „Home Sourcing“ alle vormals ausgelagerten Call-Center-Jobs zu fleißigen Hausfrauen, die zwischen Bügeln und Einkaufen die Flugreservierungen aus aller Welt entgegen nehmen. Gestresste Manager, welche abends merken, dass sie noch die Präsentation für das Meeting am nächsten Morgen fertig stellen müssen, schicken die Rohdaten einmal um den Globus und erhalten dann am nächsten Morgen eine druckfrische PowerPoint-Präsentation, welche ihr „Personal Assistant“ in Bangalore in der amerikanischen Nacht fertig gestellt hat. Dies sind nur einige der kurzweiligen Beispiele, mit denen uns der der Autor seine Sicht der „flachen Welt“ näherbringt. Leider gibt es auch einige Kritikpunkte, allen voran, dass sich die Trends in unserer Welt so schnell wieder ändern, dass eben noch aktuelle Themen schon wieder veraltet sind. Dies ist leider auch in diesem Buch so, denn z.B. viele im Kapitel 4 (s.u. „Inhalt“) genannten Gründe und Folgen sind durch das, was viele Unternehmen unter dem Begriff des „Backsourcing“ (deutsch: Zurückholen vormals ausgelagerter Leistungen) durchführen, nicht mehr vollständig. Auch wird z.B. auf die Tendenzen im "alten" Europa, die eigene Nation über das große Ganze zu stellen, politisch wie wirtschaftlich (Bsp. Endesa und EON oder EADS mit Airbus) wenig eingegangen, was natürlich auch an der Herkunft des Autors liegt.

Fazit: Trotz der aus dem europäischen Blickwinkel an manchen Stellen zu „flachen“ amerikanische Betrachtungsweise unterhält Thomas Friedman den Globalisierungs-Interessierten auf jeder Seite seines Buches. Seine bemerkenswerte Fähigkeit, geschichtliche Ereignisse zu einem großen Globalisierungs-Flickenteppich zu verweben ist beeindruckend und überaus spannend. Dieses Buch ist jedem Leser zu empfehlen, der einen Blick auf das „große Ganze“ des Globalisierungsphänomens werfen möchte.

Steffen Weber

 

Zielgruppe

Alle, die sich umfassend und unvoreingenommen über eines der wichtigsten und folgenreichsten Phänomene unserer Zeit informieren möchten: Der Globalisierung.

 

Inhalt

• Wie die Welt flach wurde

• Amerika und die flache Welt

• Entwicklungsländer und die flache Welt

• Unternehmen und die flache Welt

• Geopolitik und die flache Welt

• Schluss: Zwei Fantasien

 

Autoreninfo

Thomas L. Friedman wurde für seine Arbeit dreimal mit dem Purlitzer-Preis ausgezeichnet. Er arbeitet als Auslandskorrepondent für die New York Times. „The world is flat“ ist sein drittes Buch: „From Beirut to Jerusalem“ (1985), „The Lexus and the olive tree“ (1999) und „Longitudes and Attidudes“ (2002) waren allesamt Bestseller. Er gewann weiter den „Business Book of the year award“ der Financial Times und wurde von „U.S. News & World Report“ zu „one of the best America's Best Leaders“ gewählt.

 

Schlagwörter

Wirtschaft / Gesellschaft / Globalisierung / Globalisierungsgegner / Handel / Außenhandel / Informations- und Kommunikationstechnologie / neue Technologien / Konnektivität / Outsourcing / Offshoring / Ricardo / Komparative Kostenvorteile

 

Weitere Titel

The Quest for Global Dominance

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Rubrik Outsourcing