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Tapscott, Ticoll, Lowy: Digital Capital

Von den erfolgreichsten Geschäftsmodellen profitieren

"Business Webs öffnen neue Wege der Wertschöpfung."

 

 

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Preis: EUR 39,90

Bewertung (max. 10)
10
 
Warum sollte man dieses Buch lesen?
Dieses Buch ist nicht irgendein weiterer Beitrag zum Thema Wissensmanagement, so wie etwa Intellectual Capital. In diesem Buch erhält der Leser breit gefächerte Einsichten in die zunehmende Bedeutung von Business Webs, in denen sich Unternehmen zusammentun und neue elektronische Märkte schaffen: ein wertvoller Leitfaden für Unternehmen, die planen, solche Business-to-Business-Netzwerke oder andere elektronische Allianzen aufzubauen oder an diesen teilzunehmen.
 
Erste Übersicht
Business Webs öffnen neue Wege der Wertschöpfung. Von solchen Netzen gestützt, können Unternehmen Partnerschaften bilden mit Firmen ähnlicher Kultur und komplementärer Kompetenzen. In solchen Business Webs arbeiten Zulieferer, Lieferanten, Vertriebsgesellschaften, Unternehmensdienstleister, Infrastrukturprovider und Kunden zusammen.
Es gibt fünf verschiedene Arten solcher B-Netze: Agoras, Aggregationen, Wertketten, Allianzen und Vertriebsnetzwerke.
Die Gründung solcher Netze vollzieht sich in acht Schritten: Man beschreibt das aktuelle Angebot und seinen Wert (Value Proposition), disaggregiert die Komponenten, vergleicht Talente, bestimmt den durch das B-Web zusätzlich möglichen Wert, legt ein neues Angebot vor, reaggregiert, bereitet einen Wertplan vor und realisiert den B-Web-Mix.
 
Der Inhalt im Einzelnen

1. Die Entstehung von Business Webs

Internet und digitale Medien öffnen neue Möglichkeiten der Wertschöpfung. Unternehmen wie Schwab, eBay, Cisco, MP3 und Linux haben dem Wettbewerb in ihren Branchen neue Regeln gegeben, in dem sie ihren Kunden revolutionäre Angebote gemacht haben. Möglich wurde dies durch die Verbindung mit Partnern ähnlicher Kultur und komplementärer Kompetenzen.
Diese netzgestützten Partnerschaften oder Allianzen nennt man »Business Webs« oder kurz »B-Webs«.

2. Der Aufbau der B-Webs

Ein B-Web ist ein je eigener Verbund von Zulieferern, Vertriebsgesellschaften, Handelsdienstleistern, Infrastrukturprovidern und Kunden, die das Internet für ihre wesentlichen Geschäftsbeziehungen und Transaktionen nutzen.
Diese Partnerschaften sind in der Regel als Allianzen verfasst, und es gibt verabredungsgemäß einen führenden Partner, der formell für die Abstimmung von Strategien und Prozessen sorgt.
Man kann fünf Arten von B-Webs unterscheiden:

Agoras,
Aggregationen,
Wertketten,
Allianzen und
Vertriebsnetzwerke.

3. Agoras

Im antiken Griechenland war die Agora das Zentrum des öffentlichen Austauschs und geschäftlicher Transaktionen. Mit dem gleichen Begriff bezeichnet man in der digitalen Wirtschaft Märkte, auf denen sich Käufer und Verkäufer treffen und den Wert von Gütern ohne große Vorgaben frei aushandeln und festlegen. Mechanismen der Preisfeststellung sind unter anderem zweiseitige Preisverhandlungen, Auktionen mit mehreren Bietern und Tauschgeschäfte.
Ein Beispiel für eine Agora ist eBay, die Website für internetgestützte Konsumentenauktionen.

4. Aggregationen

In diesen B-Webs ist eines der Unternehmen führend und positioniert sich als Zwischenhändler zwischen Produzenten und Konsumenten. Der führende Aggregator wählt Produkte und Dienstleistungen aus, legt Zielsegmente des Markts fest, bestimmt die Preise und sorgt für die Erfüllung der Geschäfte.
Beispiele für Aggregationen sind Netze von Einzel- und Großhandelsunternehmen.

5. Wertketten

Das führende Unternehmen strukturiert das B-Web so, dass ein besonderer Kundennutzen (Value Proposition) durch hohe Integration realisiert werden kann. Der Output befriedigt eine Kundenorder oder nutzt eine Marktchance, und der Verkäufer hat das letzte Wort bei der Preisfindung.

6. Allianzen

Allianzen zielen auf eine Integration, die eine hohe Werterwartung realisieren kann, jedoch ohne formelle Hierarchie der Kontrolle. In diese Gruppe gehören Online Communities, Forschungsinitiativen und Allianzen des Erfahrungsaustauschs. Das Phänomen MP3 stellt eine solche Allianz dar.

7. Vertriebsnetze

Sie sind es, die die New Economy lebendig und mobil erhalten, indem sie Transaktionen unterstützen und ermöglichen.
Zu diesen Netzen gehören Datennetz-Provider, die neuen Logistik-Unternehmen und Online-Banken.

8. Der Aufbau eines B-Webs

Acht Schritte braucht man, um ein B-Web aufzubauen:
Man beschreibt den aktuellen Zusatznutzen, den man den Kunden anzubieten hat, die »Value Proposition« – zu deren Realisierung existiert dieses System.
Mit dem Schritt der Disaggregation untersucht man die Mitwirkenden und ihren Beitrag, ihre Stärken
und Schwächen.
Man vergleicht die Teile und Talente des eigenen Geschäfts mit denen in anderen Systemen.
Man entwirft die durch das B-Web ermöglichte Wertschöpfung durch Brainstorming und andere kreative Entwurfstechniken.
Man entscheidet, was die neue Value Proposition sein soll.
Mit dem Schritt der Reaggregation bestimmt man, was es kosten wird, die neue Value Proposition zu liefern – alle Erfolgsfaktoren eingeschlossen, darunter Prozesse, die Mitwirkenden und deren Leistungen, Anwendungen und Technologien.
Man entwirft einen Plan, der den Austausch von Werten im B-Web sichtbar macht.
Man legt den B-Web-Mix fest, indem man eine auf dieses Netz bezogene Strategie entwirft, die die Wettbewerbschancen erhöht.

9. Ein neues Marketing-ABC

Das A–E des Marketing hat die »vier P« – price, product, place, promotion – ersetzt:
A – Any place, any time, any way: Das Shopping nach diesem Motto verlegt den Ort der Geschäfte. Unternehmen müssen integrierte Strategien für den Raum des Marktes entwickeln, wenn nötig für den Marktplatz selbst und für dessen Oberfläche und Anmutung. Kunden wollen es angenehm und bequem haben.
B – B-Web Kunden: Sie steuern den Ertrag. Das Relationship Capital steckt in der Marke. Man muss die Kunden stets als Teil des B-Webs begreifen, als mögliche Kandidaten für eine Einbindung in dieses Netz, niemals jedoch als Märkte für die eigenen Produkte.
C – Communication: Auf Kommunikation kommt es an, nicht auf Werbung. Ein-Kanal-Medien wie Rundfunk oder Fernsehen können Bestandteile des Marketing-Mixes sein. Zuletzt aber entscheiden die Kunden, ob und mit wem sie in Kommunikation treten wollen und ob sie eingleisig, zwei- oder mehrgleisig kommunizieren wollen.
D – Discovery of Price: Die Preisfeststellung ersetzt Festpreise. Die Zeiten, in denen die Unternehmen den Preis einseitig bestimmt haben, sind so gut wie vorüber.
E – Experience: Erfahrung tritt an die Stelle des Produkts. Kunden zahlen für Erfahrung und Erlebnis, nicht für Produkte. Die Produkte müssen mit erweiterten, kundenspezifisch zugeschnittenen Services verbunden werden. Das Erlebnis des Fahrens tritt an die Stelle der Produktwahrnehmung, insofern das Automobil zu einer Plattform für Transport, interaktive Unterhaltung, Sicherheit, Geschäftsfahrten und Ausflugsfahrten wird.
 

Im Umfeld des Themas Digital Capital erforscht, wie Internet und digitale Medien neue Wege der Wertschöpfung öffnen. Besondere Beachtung finden Unternehmen wie Schwab, eBay, Cisco, MP3 und Linux – Unternehmen, die für neue Spielregeln im Wettbewerb gesorgt haben, indem sie ihren Kunden völlig neue Angebote gemacht haben. Dies Buch unterscheidet sich von anderen vor allem dadurch, dass es nicht bei der bloßen Beschreibung bleibt, nicht nur Eye-Catcher bietet, sondern unaufwendige Listen der wichtigsten Punkte. Und jeder dieser Punkte wird mit Analyse und Kommentar untermauert. Insofern bietet Digital Capital wirkliche Einblicke und, was noch wichtiger ist, eine Art Leitfaden für die praktischen Schritte, die man in Richtung B-Web gehen kann.
 
Quelle
Campus Management
 
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Schlagwörter Business-Webs / B-Webs / Business-to-Business-Netzwerke