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Fraktale und Finanzen

Märkte zwischen Risiko, Rendite und Ruin

"So wird dieses Buch keinen Leser reich machen. Doch es macht in klüger - und bewahrt ihn so vielleicht davor, ärmer zu werden."

 

 

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Preis: EUR 24,90
 

 
Bewertung (max. 10)

9

 

Review

Von Geld versteht der Mann etwas: Auf die Bitte nach einem signierten Exemplar seines Buches reagierte Mandelbrot, der Erfinder der Chaostheorie, auf der Frankfurter Buchmesse mit der Frage, wieviel man denn bereit sei, zu seinen europäischen Reisekosten beizusteuern. Was der Mann allerdings über das Risiko der internationalen Finanzmärkte zu sagen hat, ist nichts weniger als revolutionär.

Eines jedoch gleich vorne weg: Es handelt sich um kein Buch der Kategorie "Schnell reich werden an der Börse", ganz im Gegenteil stellt es die Finanzmärkte als nicht zu zähmende Urgewalten dar. Diese ließen sich nicht mit den bisherigen Risikomanagement-Werkzeugen beherrschen, welche vereinfacht dargestellt darauf beruhen, dass sich Kursänderungen im Rahmen einer so genannten Normalverteilung oder auch Glockenkurve (noch bekannt vom alten Zehn-Markschein) abspielen sollten.

Nach diesem Modell hätte allerdings der Crash von 1987 nur mit einer Wahrscheinlichkeit von 1 zu 1050 (einer 1 mit 50 Nullen!) passieren dürfen: Soviel Atome wie die Erde in etwa hat...also ziemlich unwahrscheinlich bzw. faktisch eigentlich unmöglich. Eine Indexänderung von 7% sollte sich nur einmal alle 300.000 Jahre ereignen, tatsächlich gab es im 20. Jahrhundert alleine 48 solcher Tage beim Dow Jones-Index.

Scheinheilig fragt Mandelbrot: "Aber vielleicht sind unsere Annahmen ja falsch", um danach auf knapp 450 Seiten, die allerdings durch viele, teils wunderschöne Fraktal-Grafiken aufgelockert werden, genau dies zu beweisen und seine Sicht der Dinge darzulegen. Dabei entwickelt er Ansätze, wie die Finanzmärkte seiner Meinung nach mit Hilfe der Chaostheorie besser zu beschreiben wären, schränkt allerdings auch gleich ein, dass hier noch viel zu forschen bleibt.

Alles in allem ein faszinierendes Buch, welches mit vielen lieb gewordenen Ansichten über die Finanzmärkte aufräumt und dabei trotz der harten mathematischen Fundierung immer gut lesbar und verständlich bleibt.

 

Zielgruppe

Alle, die sich für neue (mathematische) Ansätze zur Analyse der Finanzmärkte und deren tatsächliches Risiko interessieren.

 

Kurz-Abstract

Märkte sind turbulent.

Märkte sind sehr, sehr riskant - riskanter als die Standardtheorien sich vorstellen.

Auf dem Markt spielt der "richtige Zeitpunkt" eine bedeutende Rolle. Große Gewinne und Verluste konzentrieren sich innerhalb schmaler Zeitpakete.

Oft springen Kurse, anstatt zu gleiten. Das erhöht das Risiko.

Auf Märkten ist die Zeit dehnbar.

An allen Orten und zu allen Zeiten funktionieren die Märkte gleich.

Märkte sind von Natur aus unsicher, und Kursblasen sind unvermeidlich.

Märkte sind trügerisch.

Es ist vielleicht gefährlich, Kurse vorherzusagen, aber die Chancen für künftige Volatilität lassen sich abschätzen.

Auf den Finanzmärkten hat die Vorstellung eines "Wertes" nur begrenzten Wert.

 

Inhalt

Einleitung

Auf die alte Art

Risiko, Ruin und Rendite

Durch Münzwurf oder Pfeilschuß?

Bachelier und sein Vermächtnis

Das Gebäude des modernen Geldwesens

Ein Verfahren gegen die moderne Finanztheorie

Essay in Bildern: Darstellung des Abnormen

• Die neue Methode

Turbulente Märkte: Eine Vorschau

Untersuchungen über Rauheit: Ein fraktaler Grundkurs

Essay in Bildern: Eine fraktale Galerie

Das Baumwollgeheimnis

Langes Gedächtnis: Vom Nil zum Markt

Noah, Joseph und Marktblasen

Die multifraktale Natur der Handelszeit

Der Weg nach vorn

Zehn ketzerische Gedanken zum Finanzsektor

Im Labor

Bibliographie

Register

 

Autoren

Benoit B. Mandelbrot, geboren 1924 in Warschau, arbeitete als Mathematiker lange Zeit bei IBM, ist heute Honorarprofessor an der Yale University. Er ist der Erfinder der fraktalen Geometrie. Seine "Mandelbro-Menge" ziert Millionen von Postern und T-Shirts. Sein Buch Die fraktale Geometrie der Natur ist ein Klassiker. Mandelbrot lebt in Scarsdale/New York.

Richard L. Hudson, geboren 1955 in Newton/USA, hat an der Harvard University studiert, arbeitete 25 Jahre für das Wall Street Journal und war 6 Jahre Chefredakteur der Europa-Ausgabe. Er ist Vorstand und Herausgeber von ScienceBusiness und lebt in Brüssel

 

Schlagwörter

Chaos / Chaostheorie / Finanzmärkte / Börse / Volatilität / Zufall / Risiko / Ungewissheit / Unsicherheit / Unbestimmtheit / Risikomanagement / Risikosteuerung / Prognosen / Vorhersagen / Markowitz / Sharpe / Black-Scholes

 

Weitere Titel

Wider die Götter

Narren des Zufalls. Die verborgene Rolle des Glücks an den Finanzmärkten und im Rest des Lebens

Das einzig Gewisse ist das Ungewisse