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Fredmund Malik: Führen Leisten Leben

Wirksames Management für eine neue Zeit - auch als Hörbuch!

"Führen Leisten Leben ist ein Buch über richtiges und gutes Management."

 

 

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Bewertung (max. 10)
10
 
Warum sollte man dieses Buch lesen?
Wir bewegen uns auf eine Zeit zu, in der die Professionalität im Management denselben Stellenwert haben wird wie in anderen Berufen, etwa dem der Ärzte, Ingenieure oder Anwälte: Auch von Führungskräften muss Kompetenz und Verantwortlichkeit verlangt werden. Das Wichtigste an dieser neuen Zeit sind ihre konstitutiven Elemente: Kopf- und Wissensarbeiter, also jene Menschen, für die Wissen ihr Hauptrohstoff ist und die deshalb gar nicht gemanagt werden können, sondern die sich selbst managen müssen.
 
Erste Übersicht
Die perfekte Führungskraft gibt es nicht – und wer nach Vollkommenheit strebt, hat schon verloren. Fredmund Malik erläutert, wie Organisationen unterschiedlichster Couleur – wie Firmen, Krankenhäuser, Behörden, Theaterbetriebe und Fernsehsender – das Management bekommen, das sie wirklich brauchen: nicht ein perfektes, sondern ein wirksames. Hierzu stellt er praxisnahe Lösungen vor.
 
Der Inhalt im Einzelnen

1. Professionalität

Die Frage nach der »idealen Führungskraft«: Das ist eine falsch gestellte Frage. Zwar lässt sich der Idealtypus beschreiben, aber in der Realität ist dieses Universalgenie nicht zu finden. Die Frage muss stattdessen lauten: Was ist eine wirksame Führungskraft? Ausgangspunkt ist nicht das Genie, sondern der gewöhnliche Mensch. Hier taucht die nächste Frage auf: Wie ist es zu schaffen, gewöhnliche Menschen zu befähigen, außergewöhnliche Leistungen zu erbringen?
Irrlehren und Missverständnisse: Zwei Denkweisen illustrieren die fehlgeleiteten und schädlichen Managementauffassungen besonders gut: Der »Pursuit of Happiness Approach« unterstellt folgende Grundthese: Mache die Menschen zufrieden, dann werden sie mehr leisten. Die zweite Irrlehre ist die Vorstellung von der »Großen Führungspersönlichkeit«, wonach Organisationen nicht Manager, sondern Leader brauchen. Beide Denkweisen sind falsch.
Management als Beruf: Jeder Beruf, auch der des Managers, ist durch vier Elemente gekennzeichnet: spezifische Aufgaben; Werkzeuge, die bei der Erfüllung der Aufgaben eingesetzt werden; Grundsätze, die man bei der Erfüllung von Aufgaben und bei der Anwendung von Werkzeugen einhält; und Verantwortung, also die »Alltagsethik «, für das, was man tut oder versäumt hat, einzustehen.

2. Die Grundsätze wirksamer Führung

Resultatorientierung: Management ist der Beruf des Ergebnis- Erzielens. Prüfstein ist das Erreichen von Zielen und die Erfüllung von Aufgaben.
Beitrag zum Ganzen: Der Manager ist jemand, der das Ganze sieht und seine Aufgabe darin erblickt, einen Beitrag zu diesem Ganzen zu leisten.
Konzentration auf Weniges: Es ist nutzlos, ständig auf der Suche nach dem Wunder- oder Geheimrezept zu sein. Es kommt darauf an, sich auf Weniges, dafür aber Wesentliches zu konzentrieren.
Stärken nutzen: Dieser Grundsatz fordert nicht, sich auf Stärken zu konzentrieren, die man erst aufbauen und entwickeln muss. Es geht darum, bereits vorhandene Stärken zu nutzen.
Vertrauen: Was zählt, ist das gegenseitige Vertrauen. Eine Führungskraft, die das Vertrauen ihrer Umgebung gewinnt und erhält, stellt eine robuste, belastbare Führungssituation her.
Positiv denken: Positiv denken heißt, diszipliniert und konstruktiv zu denken. Wichtiger, als Probleme zu lösen, ist es, Chancen zu erkennen und zu nutzen.

3. Aufgaben wirksamer Führung

Für Ziele sorgen: Es gilt, wenige Ziele vorzugeben, dafür aber große – solche, die ins Gewicht fallen, die etwas bedeuten, wenn sie erreicht werden. Die Führungskraft muss die Mitarbeiter verpflichten, die Ziele zu quantifizieren.
Organisieren: Effektive Menschen warten nicht darauf, bis sie von anderen organisiert werden. Sie tun es selber – für sich, für ihre Aufgabe und für ihre Verantwortungsbereiche.
Entscheiden: Nur Führungskräfte entscheiden. Die einfache Regel lautet: Wer entscheidet, ist eine Führungskraft, wer nicht entscheidet, ist keine.
Kontrollieren: Es gilt nicht das mögliche Maximum, sondern das nötige Minimum. Vernünftige Kontrolle ist aktionsorientiert statt informationsorientiert. Sie ist darauf gerichtet, das Verhalten der Menschen zu steuern. Dazu gehört auch wohlwollendes Übersehen von Kleinigkeiten.

4. Werkzeuge wirksamer Führung

Eine Führungskraft sollte sich sieben Werkzeuge aneignen: die Sitzung, den Bericht, Job Design (Stellengestaltung) und Assignment Control (Steuerung des Einsatzes von Menschen), die persönliche Arbeitsmethodik, das Budget, die Leistungsbeurteilung und die systematische »Müllabfuhr« (Prozess des Ausmerzens von Altem, Überkommenem und Überflüssigem). Die Arbeitsbedingungen unserer heutigen Dienstleistungs-, Informations- und Wissensgesellschaft vervielfachen noch die enorme Bedeutung dieser Tools. Sie machen die Präzision und Professionalität ihres Gebrauchs zu einer elementaren Voraussetzung für den Erfolg einer Führungskraft.
 

Im Umfeld des Themas Der Autor äußert seine tiefe Skepsis bezüglich der romantischen Vorstellungen über die New Economy. Er bemängelt das hohe Maß an Naivität und wirtschaftlicher Unkenntnis sowie die darauf beruhende Euphorie. Mindestens die Hälfte der gescheiterten Unternehmen seien an ihrem unprofessionellen Management zugrunde gegangen. Das Management wird leider immer noch als gesellschaftliche Funktion gesehen, in der es bis heute keine professionellen Maßstäbe und Standards gibt. Mit seinem Buch will Malik einen Beitrag zur Schließung dieser Lücke leisten.
Malik erhielt auf sein Buch zahlreiche positive Reaktionen auch aus dem nicht wirtschaftlichen Bereich, etwa der öffentlichen Verwaltung, dem Gesundheits- und Bildungswesen und anderen Non-Profit-Organisationen.
 
Quelle
Campus Management
 
Schlagwörter Management / General Management / Führung / Selbstmanagement