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HPs BPO-Angebot
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xklusiv-Interview mit Jörg Vollmer und Harald Stamm
in Kooperation mit Hewlett Packard

Hewlett Packard

ephorie.de: Herr Vollmer, Herr Stamm, können Sie sich bitte kurz unseren Lesern vorstellen.

Vollmer: Ich bin als Director Business Process Outsourcing seit Ende letzten Jahres verantwortlich für diesen gesamten Bereich bei der Hewlett Packard Deutschland. Davor war ich CFO und Geschäftsführer der Triaton GmbH, welche 2004 übernommen wurde und heute vollständig in HP integriert ist.

Stamm: Ich bin seit 1998 Leiter Marketing IT-Sourcing-Dienstleistungen bei Hewlett Packard Deutschland. Dem Unternehmen gehöre ich seit 1985 an und bin heute zusätzlich für den BPO-Dienstleistungsbereich Marketing zuständig.

ephorie.de: Bitte geben Sie uns einige Rahmendaten zu Hewlett Packard.

Vollmer: Bei Hewlett Packard handelt es sich um den zweitgrößten Technologiekonzern der Welt mit kleinem Abstand zur Nummer Eins. HP ist eine global aufgestellte Company mit 150.000 Mitarbeitern in 170 Ländern, die einen jährlichen Umsatz von 81 Milliarden US-Dollar erwirtschaften.

Stamm: Im Bereich BPO bzw. allgemein Managed Services verfügt HP über 181 Data Centers an insgesamt sieben weltweiten Standorten, unter anderem in Indien, aber auch in Osteuropa. HP hat weltweit mehr als 750 Kunden in diesem Segment, die von 22.000 Mitarbeitern betreut werden.

ephorie.de: Was sind die Angebote, die HP seinen Kunden im Bereich Sourcing macht?

Stamm: HP kann seinen Kunden als Full Sourcing Provider alles von Outtasking über klassisches IT-Outsourcing bis hin zu Business Process Outsourcing zur Verfügung stellen. Insbesondere möchte ich in diesem Zusammenhang auch auf die Triaton-Integration hinweisen, welche unseren deutschen Kunden eine 30-jährige Erfahrung im Bereich HR bieten kann. Kurzum: Wir bieten unseren Kunden das jeweils Richtige zum richtigen Zeitpunkt, die Kunden können mit uns gemeinsam wachsen. Ich sehe dies als einzigartiges Angebot in Deutschland für Kunden, die auch international expandieren.

ephorie.de: Wer sind hier Ihre Kunden bezogen auf Größen und Branchen.

Jörg Vollmer, HP: "Industrialisierung der IT nimmt zu."Vollmer: Wir haben mehr als 750 Kunden aller Größen und Branchen. Wissen Sie, wir profitieren von unserer globalen Aufstellung kombiniert mit der nationalen Stärke im deutschsprachigen Raum durch den Triaton-Merger. In Deutschland werden wir uns im BPO-Umfeld verstärkt auf den Mittelstand fokussieren, da aus unserer Sicht die Zeit der Megadeals vorbei ist. Das beste Argument ist an vielen Stellen jedoch, dass auch der Konzern HP die Dienstleistungen seiner Sourcing-Sparte nutzt, also selbst ein großer Kunde ist. Das garantiert unseren externen Kunden: Die Erfahrungen, die HP gemacht hat kommen unseren Kunden direkt zugute!

ephorie.de: Vor welchen Herausforderungen stehen potenzielle Kunden in diesem Bereich heute?

Vollmer: Die Kunden befinden sich in einer Art Sandwich-Position aus Kostendruck einerseits und steigenden qualitativen Regularien andererseits. Weiterhin beachten wir im gesamten kaufmännischen Bereich den Trend zu weiter sinkenden Wertschöpfungstiefen, wie man ihn in der Automobilindustrie ja seit vielen Jahren kennt. Schauen Sie sich als Beispiel einmal den Porsche Cayenne an, wir sehen hier eine Wertschöpfungstiefe von noch nicht einmal mehr zwanzig Prozent. Im kaufmännischen Bereich haben wir noch einen weiten Weg zu dieser geringen Fertigungstiefe.

Stamm: Ich sehe dies auch so. Die Unternehmen konzentrieren sich auf ihre Kernkompetenzen, um nicht alles zu hundert Prozent selber machen zu müssen. Zum Auslagerungspotenzial gehören zum Beispiel im kaufmännischen Bereich die Gehalts-, die Lieferanten- und die Reisekostenabrechnung. Auch ein internes Shared Service Center macht hier kaum Sinn, wenn es sich nicht um Kernkompetenzen handelt…

ephorie.de: …einige Berater schlagen jedoch vor, den Übergangsprozess über ein entsprechendes SSC zu managen, was antworten sie darauf?

Vollmer: Natürlich kennen wir diese Argumentation, man muss hier allerdings abwägen. Die Kosten gehen bei diesem Modell zuerst einmal hoch und eigentlich gehört es ja auch nicht zu den Kernkompetenzen eines normalen Unternehmens SSCs auf- und wieder abzubauen. Wir plädieren hier, langfristig bis zum Ende des Prozesses zu denken…

Stamm: …und die Kompetenzen von HP zu nutzen, welche genau in diesen Bereich eben dessen Kern-Kompetenzen sind.

ephorie.de: Was sind aus Ihrer Sicht Erfolgsfaktoren, damit der Partnerschaft für beide Seiten zum Erfolg wird?

Vollmer: Erfolgsfaktoren sind neben dem richtigen Partner, der permanente Innovation und neueste Prozesse garantiert, eine langfristige Zusammenarbeit in einer kooperativen Partnerschaft. Weiterhin muss das rechte Maß verlagert werden, das heißt am Anfang auch nicht zu viel. Ein verantwortungsvoller Partner berät hier seinen Kunden, was geht und was nicht geht. Wir nennen dies auch Rightsourcing und bezogen auf den Standort Rightshoring.Harald Stamm, HP: "Sourcing direkt durch die Fachabteilung"

Stamm: Ganz wichtig aus unserer Sicht ist auch das Thema Kommunikation eingebetet in einen angemessenen Governance-Rahmen. Es muss ein Klima der Offenheit erzeugt werden, der Wille, die Dinge zur Sprache zu bringen, denn nicht alles lässt sich von vornherein vertraglich regeln.

ephorie.de: Welche Vorbereitungen sollten potenzielle Kunden treffen, bevor Sie mit Ihnen in Kontakt treten?

Stamm: Wichtig ist, dass sich der Kunde im Klaren über seine strategische Ausrichtung ist, das heißt, dass es eine dedizierte vom Executive Management getragene Entscheidung bezüglich einer Sourcing-Strategie gibt…

Vollmer: …darüber hinaus haben wir eine Art Checkliste entwickelt, welche potenzielle Kunden für sich einmal zur Prüfung heranziehen können. Wir werden diese Checkliste den Lesern von ephorie.de gerne zur Verfügung stellen.

Anmerkung ephorie.de: Den Link werden Sie hier finden – wenn Sie darüber informiert werden möchten, abonnieren Sie unseren Newsletter: Hier

ephorie.de: Was sehen Sie für Trends beim Business Process Outsourcing bzw. beim klassischen IT-Outsourcing?

Vollmer: Wir sehen eine zunehmende Übertragung von Methoden und Ansätzen der klassischen, produzierenden Industrien auf den kaufmännischen Bereich und die Informationstechnologie. Man spricht in diesem Zusammenhang in letzter Zeit ja auch gerne von der Industrialisierung der IT. Des Weiteren sehen wir einen Trend, dass Sourcing-Entscheidungen verstärkt direkt durch die Fach- und Produktionsbereiche getroffen werden.

ephorie.de: Wie wird HP diesen Entwicklungen gerecht?

Vollmer: Auch wir industrialisieren unsere Prozesse in unseren Shared Service Centern konsequent nach Methoden der Produktionsverfolgung, Produktionssteuerung und Qualitätssicherung. Ein Beispiel ist nur der durchgängige Einsatz der Six-Sigma-Methode, nach der unsere laufenden Prozesse gesteuert werden.

Stamm: Bezüglich des Sourcings direkt durch die Fachabteilung sehen wir zunehmende Wechsel unserer Ansprechpartner, auf die wir aber bereits reagiert haben. So reden wir im Bereich BPO verstärkt mit den CFOs und Personalverantwortlichen, weniger mit den CIOs wie beim klassischen IT-Outsourcing.

ephorie.de: Möchten Sie zum Schluss noch eine Botschaft an unsere Leser - Manager und Führungskräfte im deutschsprachigen Raum - richten?

Vollmer: Es ist an der Zeit, sich mit der Globalisierung und dem damit zunehmenden Kostendruck auseinander zu setzen. BPO kann darauf eine Antwort sein. HP hilft seinen Kunden proaktiv ihre Ziele, unter anderem auch Kostenziele, zu erreichen. Es hilft aber auch dabei, sich um Dinge nicht mehr kümmern zu müssen, z.B. gesetzliche Änderungen, Tarifänderungen usw. Dies bedeutet dann neben den sinkenden Kosten auch noch erhöhte Qualität, als wenn man es selber machte.

Stamm: Dem ist nichts hinzuzufügen!

ephorie.de: Herr Vollmer, Herr Stamm, wir bedanken uns für dieses Gespräch.

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