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Businessplan

aus Karlöf/Lövingsson: Management von A bis Z
Copyright (c) Orell Füssli Verlag, Zürich 2006

 

Der Begriff Businessplan bezeichnet alles – vom budgetähnlichen Dokument zur ökonomischen Beurteilung eines Unternehmens bis zu Strategieplänen zur Sicherung langfristiger Erfolge. In der Strategiearbeit hat es sich als am effektivsten erwiesen, mit einer rollenden strategischen Agenda, d. h. einer Anzahl ausgewählter wesentlicher Veränderungsgebiete, zu arbeiten. In der modernen Strategiearbeit spricht man weniger über den «Plan» selbst, sondern mehr über strategisches Denken, die strategische Agenda sowie deren Umsetzung.

Der Begriff Businessplan beinhaltet einen hohen Grad an Vollständigkeit und deckt die wesentlichen Bereiche in einem Unternehmen oder Betrieb. Wenn man den Geschäftsplan als eine Art Checkliste auffasst, könnten die folgenden elf Elemente als Rubriken dienen. Sie können je nach Situation unterschiedlich wichtig und umfangreich ausfallen. Sie können als Balanced Scorecard auch in andere Strukturen eingeordnet werden:

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Geschäftsidee/Unternehmenspolitik

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Strategie/Vision/Ambition und Agenda

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Produktentwicklungsplan

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Produktion

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Marketingplan, Geografie und Kundengruppen

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Verkaufsplan

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Administrations- und IT-Plan

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Personalplan und Kompetenzentwicklung

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Organisationsplan

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Investitionen

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Finanzplan

 

Im Folgenden werden die oben stehenden Punkte kurz kommentiert:

Die Geschäftsidee entspricht in anders organisierten Unternehmen dem Begriff Unternehmenspolitik. Die dazugehörigen Elemente sind indessen im Großen und Ganzen dieselben und umfassen Bedarf/Nachfrage, Kunden/Distributeure, das Angebot in Form von Waren und Dienstleistungen, die Kernkompetenz, die gefordert wird, sowie den Wettbewerbsvorteil – d. h. die Antwort auf die Frage, warum man sich für Waren oder Dienstleistungen gerade an dieses Unternehmen wenden sollte. Die Beschäftigung mit der Geschäftsidee ist oft außerordentlich ergiebig, weil man gezwungen wird, wichtige Faktoren für den Erfolg des Unternehmens zu durchdenken.

Strategie wird hier als ein Muster von gegenwärtigen Beschlüssen und Handlungen definiert, die den zukünftigen Erfolg und die Nutzung von Möglichkeiten sichern sollen. Innerhalb der Strategie hat der Visionsbegriff manchmal große Bedeutung, während er in anderen Zusammenhängen am besten durch den Begriff Ambitionsniveau ersetzt wird. Mit der strategischen Agenda wird eine Auswahl wichtiger Punkte für den zukünftigen Erfolg des Unternehmens bezweckt.

Die Entwicklung neuer Produkte in Form von Waren und Dienstleistungen, um zu expandieren oder den bestehenden Lieferumfang zu komplettieren, ist immer eine wesentliche Frage. Dabei sollte die Bedarfsbefriedigung der Kunden oder Abnehmer der Ausgangspunkt sein. Lesen Sie mehr darüber unter Wert.

Die Produktion nimmt in vielen Fällen eine zentrale Stellung ein. Je mehr Kapital und Kosten in den Produktionsapparat eingebunden sind, desto wichtiger wird eine hohe und gleichmäßige Belegung – man spricht auch von Auslastung der Kapazitäten.

Der Marketingplan ist vielleicht die wichtigste Komponente eines Geschäftsplans – jedenfalls für im Konkurrenzkampf stehende Unternehmen. Die Marktdimension hat zwei Ausgangspunkte – zum einen Innovation und neue Produkte, zum anderen die Bedarfsbefriedigung beim Kunden.

Die Verkaufsfunktion wird in der Unternehmenswelt oft vernachlässigt. Es gibt wenige Bereiche, die für schnelleren Gewinn und Wertsteigerung des Unternehmens sorgen, als der Verkauf. Wir empfehlen deshalb, den Verkaufsplan nicht mit dem Marketingplan zu vermischen, sondern ihn zum Gegenstand spezieller Aufmerksamkeit zu machen.

Die Administration umfasst sowohl triviale Produktion wie das Berechnen von Löhnen oder das Verschicken von Rechnungen als auch geschäftsstützende Aufgaben von zentralerer Bedeutung wie Systementwicklung etc.

Das Personal sowie dessen Schulung und Kompetenz werden immer wichtiger für alle Arten von Unternehmen. Neben Kunden und Eigentümern bildet das Personal die wichtigste Interessentengruppe, denn sie sind es, die Bedarfsbefriedigung und Unternehmenswert sichern.

Die Organisation ist ein beliebtes Fach, das man gern ändert und kompliziert. Die Organisation umfasst im Grunde Arbeitsverteilung, Spezialisierung und Arbeitsformen. Eine flexible Organisation, die zugleich über längere Zeit Stabilität aufweist, ist oft ein wesentliches Gegengewicht zu der Neigung, die Struktur zu ändern.

Investitionen machen einen wichtigen Teil der Ressourcen der Unternehmen aus. Investieren heißt, in der Gegenwart finanzielle Opfer zu bringen, um in der Zukunft Nutzen daraus zu ziehen. Immer mehr Ressourcen, die den Charakter von Investitionen haben, finden sich auf der Kostenseite der Bilanz wieder. Die Ereignisse späterer Jahre zeigen, wie viele Investitionen nicht die beabsichtigten Erträge erzielt haben.

Die Finanzen sind der Maßstab für die meisten Unternehmen – mit Ausnahme gewisser ideeller Unternehmungen. Dieser Punkt umfasst auch wichtige Fragestellungen bezüglich Liquidität, Finanzierung, Rechnungswesen usw.

Lesen Sie mehr untern den betreffenden Stichpunkten in diesem Buch.

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