Das vordergründige Thema dieses Buches ist die Unternehmenskommunikation.
Der Untertitel des Buches deutet allerdings bereits an, dass es sich um kein
herkömmliches Wirtschaftsbuch handelt, sondern um eine Art Dialog in
Essayform über Sprache in der modernen Wirtschaft.
Dieser essayistische Dialog findet statt zwischen Burkhard Spinnen, dem
bereits mit vielen Preisen bedachten Schriftsteller und Eberhard Posner, dem
langjährigen Leiter der Unternehmenskommunikation von Siemens. Die Stärke
des Buches liegt darin, dass beide Autoren nicht nur über Sprache in
der modernen Wirtschaft etwas zu sagen haben, sondern mit eben dieser auch
selbst virtuos umzugehen wissen.
So
bringen beide ihre Gedanken über Unternehmer und Manager, über Marken und
die Kommunikationsgesellschaft, über Klatsch und Hauptversammlungen, über
Rituale und Hierarchien, über Managerbücher und Literatur und über Krisen
und Storytelling zu Papier. Dies alles ist durchgängig anregend zu lesen und
enthält durchaus die eine oder andere Lebensweisheit für den Manageralltag.
Die Schwäche des Buches liegt darin, dass es eben nicht mehr ist, d.h. vor
sich hin plätschert ohne eigentliche Höhepunkte. Dem einen mag es so
gefallen, andere hätten vielleicht mehr erwartet. Was bleibt ist ein
widerstreitendes Bild: Kaum ein aktuelles Wirtschaftsbuch hat solch einen
gekonnten Umgang mit der deutschen Sprache zu bieten. Insbesondere die
Passagen von Spinnen sind dabei phasenweise durchaus literarisch zu nennen.
Auf der anderen Seite gibt es viele Wirtschaftsbücher, die einfach mehr zu
sagen haben.
Klare Sicht oder Hülle: Was ihm wichtiger ist, muss jeder selbst
entscheiden.