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Sun Tzu: Die Kunst des Krieges

Sun Tzu für Manager. Die 13 ewigen Gebote der Strategie

"Der Krieg ist das Wichtigste für das Überleben der Nation. Er ist der Weg zum Weiterbestehen oder zum Untergang. Er kann nicht gründlich genug studiert werden."

 

 

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Preis: EUR 19,90
 

 

Bewertung (max. 10)
10
 
Warum sollte man dieses Buch lesen?
Als die Nachkriegs-Leistungen der japanischen Industrie den Westen zu beeindrucken begannen und westliche Wirtschaftsleute sich näher mit den Denkweisen zu beschäftigen begannen, die dem Erfolg ihrer östlichen Kollegen zugrunde lagen, geriet Sun Tzus Abhandlung Die Kunst des Krieges in aller Munde. Das mag erstaunen, schließlich wurde der Text wahrscheinlich bereits vor 2500 Jahren verfasst. Doch haben Sprache und Bildwelt des Militärwesens für die Theorien des Managements immer schon eine große Rolle gespielt. Schließlich, wenn man Einsichten in Strategie, Führung und die Kunst des Überlebens in einer feindlichen, wettbewerbsbestimmten Umgebung gewinnen will, wer sollte da besser Auskunft geben können als ein General, dessen Name als Inbegriff der Klugheit gilt?
 
Erste Übersicht
Man nimmt an, dass Sun Tzu vor über 2500 Jahren gelebt hat, etwa zur gleichen Zeit wie Konfuzius. Die Historiker sind sich weitgehend einig, dass er als Feldherr eine Reihe erfolgreicher Kriegszüge in der heutigen Provinz Anhui befehligt hat. Zu dieser Zeit entwickelte sich der Staat Wu, in dessen Dienst er stand, zur führenden Macht. Seit jener Zeit sind Tzus Vorstellungen für chinesische Militärführer Pflichtlektüre.
Die Kunst des Krieges (der chinesische Titel lautet Sun Tzu Ping Fa, wörtlich etwa: »Die Kriegsmethode des Herrn Sun«) ist eine Sammlung dessen, was der legendäre General über die Strategien, die dem Kriegserfolg zugrunde liegen, zu sagen hatte. Seine Berichte und Gedanken, die zusammen nicht mehr als 25 Seiten umfassen, sind in dreizehn Abschnitte gegliedert. Nicht alle sind bedeutsam im Hinblick auf Fragen unserer Zeit, einige jedoch scheinen wie für die heutige Zeit geschrieben. Fast wie ein Lehrmeister des Judo rät Sun Tzu vor allem, die Bewegungen des Gegners zu nutzen, um ihn zu schlagen.
 
Der Inhalt im Einzelnen

1. Die Strategie klären

Wie die meisten erfolgreichen und kriegserprobten Feldherren ist Sun Tzu alles andere als ein Abenteurer oder Haudrauf. »Warum«, so fragt er, »soll man etwas zerstören, wenn man durch Tarnung und List gewinnen kann? Die Kräfte des Gegners zu unterwerfen, ohne kämpfen zu müssen, ist der Gipfel der Kriegskunst.«
»Ein Herrscher sollte keinen Krieg aus Ärger beginnen, so wenig wie ein Feldherr eine Schlacht aus Wut. Ärger mag sich in Glück verwandeln und Wut in Befriedigung, eine Nation jedoch, die zerstört wurde, kann man nicht wieder zum Leben erwecken, so wenig, wie man die Toten wieder lebendig machen kann.«
»Der beste Weg ist es, die gegnerische Strategie zu vereiteln; der zweitbeste, dessen Verbündete anzugreifen; und der schlechteste ist der Angriff auf gegnerische Städte.«
Die Struktur einer Armee muss dazu dienen, Stärke zu meiden und Schwäche zu schlagen. Wasser sucht seinen Weg, indem es sich dem Boden anpasst; eine Armee erreicht den Sieg, wenn sie sich dem Gegner anpasst.

2. Informationen aus der richtigen Quelle

»Wissen über das weitere Geschehen können weder Geister noch Ahnen vermitteln, man muss es von solchen Menschen erhalten, die die Situation des Gegners kennen.«

3. Konzentriert bleiben

Seine Vorstellungen von strategischem Denken lassen keinen Raum für Gefühle oder Ablenkung.
»Entwickle deine Kräfte, um strategisch wichtige Punkte zu verteidigen; sei wachsam in der Vorbereitung und sei nicht träge.
Erkunde die tatsächliche Situation genau, warte insgeheim auf ihre Nachlässigkeit. Halte dich zurück, bis die Gegner ihre Deckung verlassen, dann nimm dir, was sie lieben.«
 

Im Umfeld des Themas Was also hat Die Kunst des Krieges dem Manager eines kleinen Komponenten-Herstellers in, zum Beispiel, Peoria oder Nottingham zu bieten? Sun Tzus Bewunderer verweisen auf die tiefen und zeitlosen Wahrheiten, die dessen prägnante Epigramme enthalten. So etwa Gary Hamel: »Das strategische Denken hat nicht mit Igor Ansoff begonnen und ebenso wenig mit Machiavelli. Wahrscheinlich auch nicht mit Sun Tzu. Strategie oder strategisches Denken gibt es so lange, wie es Konflikte zwischen den Menschen gibt ...« Und alle, die einen Plan zu entwerfen haben oder die führen müssen, sollten sich jeder Hilfe versichern, die sie bekommen können.
Weiter heißt es bei Hamel: »... die Einsätze im Geschäftsleben mögen hoch sein, im militärischen Bereich sind sie noch höher.« Dass die Analogien zur Kunst der Kriegsführung, die Vorbilder militärischer Funktionen so attraktiv sind, hängt gewiss auch damit zusammen, dass das, was zu tun ist, in diesen Kontext gerückt, erhabener wirkt. Das betrifft nicht nur umfassendere Aufgaben und auch nicht nur den heroischeren Maßstab, man erkennt hier auch deutlicher, wer der Gegner ist. Und wenn der Gegner klar ist, erscheint auch die Welt klarer, was für einen Heerführer nicht weniger gilt als für einen Geschäftsführer. Gerade kampfbereite Manager können von den Anregungen profitieren, die sie bei Militärtheoretikern wie Sun Tzu, Clausewitz, Liddell Hart oder in den Schriften zeitgenössischer Militärführer wie Colin Powell oder Norman Schwarzkopf finden.
Schließlich wird Sun Tzu, wie immer wieder zu hören ist, in der fernöstlichen Welt seit langem verehrt. Seine Schriften gelten dort als Pflichtlektüre – und zwar nicht nur für Militärtaktiker, sondern auch für Geschäftsleute. Außerdem: Wer seine Gegner kennen lernen will, sollte wissen, was sie lesen – und das gilt natürlich auch für Freunde, Partner und Kollegen.

 
Schlagwörter Strategie / Krieg / Sun Tzu / Sun Tsu
 
Quelle
Campus Management
 
Weitere Titel Die Kunst des Krieges für Führungskräfte
Buddha und der Manager. Eine Begegnung mit fernöstlicher Weisheit