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Reinhard Sprenger: Mythos Motivation
Wege aus einer Sackgasse
- auch als Hörbuch!
"Motivieren ist Demotivieren."
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Taschenbuch
Preis: EUR 24,90
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Hörbuch
Preis: EUR 24,90
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Bewertung (max. 10)
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10
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Warum sollte man dieses
Buch lesen?
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Motivieren ist
Demotivieren. Reinhard Sprenger sieht in den vielfältigen
Motivierungspraktiken die falschen Stellhebel, subtile Formen der
Manipulation und ein Zeichen des Misstrauens. Wesentlich effektiver ist das
Vertrauen in die Eigenverantwortung und Leistungsbereitschaft der
Mitarbeiter.
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Erste Übersicht
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Sprenger analysiert die weit
verbreiteten Anreizsysteme und »Antreibertechniken« in den Unternehmen sowie
ihre kontraproduktiven Folgen. Belohnungen erzielen zwar kurzfristig die
gewünschte Wirkung, aber der Preis dafür ist ein erhöhter Einsatz. Die
Mitarbeiter werden unzufrieden, sie empfinden die Belohnung als Bestechung.
Sprengers Alternativen lauten: Fordern statt Verführen, Lassen statt Machen,
Rahmenbedingungen für individuellen Spielraum schaffen sowie klare
Vereinbarungen und Commitment.
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Der Inhalt
im Einzelnen
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1. Sichtungen
Motivation
ist nicht gleichbedeutend mit Motivierung:
•
Motivation ist der Zustand aktivierter Verhaltensbereitschaft des
Mitarbeiters, also die Eigensteuerung des Individuums.
•
Motivierung ist das Erzeugen, Erhalten und Steigern der
Verhaltensbereitschaft durch den Vorgesetzten beziehungsweise durch Anreize,
also Fremdsteuerung. Führungskräfte sprechen von Motivation, meinen aber
Motivierung. Damit verdecken Sie, dass sie eigentlich Fremdsteuerung und
Manipulation der Mitarbeiter meinen. Trotzdem fragen sie sich: Wie bekomme
ich die ganze Arbeitskraft meiner Mitarbeiter? Diese Frage beinhaltet
unausgesprochen folgende Voraussetzung: Die Mitarbeiter leisten aus sich
heraus nicht das, was sie sollen und wofür sie bezahlt werden. Sie betrügen
den Arbeitgeber um einen Teil der Arbeitskraft, die er bezahlt.
Ein Vorgesetzter neigt dazu, seinen Mitarbeitern zu misstrauen, wenn er sich
selbst misstraut: Ein Chef, der sich selbst misstraut, hegt entsprechende
Erwartungen und setzt damit den Teufelskreis Misstrauen – Kontrolle –
Kontrollumgehung – Misstrauen in Gang.
Ergebnisse des Misstrauens sind eine »Verdachts-Organisation « und eine
»Verdachts-Kultur«, in der Verantwortung oligopolisiert wird, Initiative und
Ideenentfaltung gelähmt werden, in der schlechtes Informationsverhalten,
einsame Entscheidungen und Cliquenwirtschaft die Tagesordnung bestimmen.
Das Menschenbild der Motivierung sieht also so aus:
•
Menschen sind tendenziell Leistungsverweigerer.
•
Menschen sind hierarchisch gestaffelte Bedürfnisbündel.
•
Menschen sind Reiz-Reaktions-Maschinen. Wie kann ich einen Mitarbeiter dazu
bringen, etwas zu tun, was er allein aus sich heraus nicht tun will? Durch
Motivierungsstrategien. Diese sind Kombinationen von Verhaltensweisen, die
durch die fünf großen »B« gekennzeichnet sind: Bedrohen, Bestrafen,
Bestechen, Belohnen, Belobigen.
Ausformungen der Kombinations-Grundmuster sind:
•
Die Strategie »Zwang«: Der Vorgesetzte gibt seinem Mitarbeiter zu
verstehen: Tu, was ich sage, sonst werde ich dich bestrafen! Oder positiv
formuliert: Funktioniere, dann bleibst du ungeschoren! Motivierungstechniken
sind hier vor allem Bedrohen und Bestrafen.
•
Die Strategie »Ködern«: Der Vorgesetzte bleibt freundlich: Tu, was
ich sage, sonst schadest du dir selbst. Sein Versprechen lautet: Streng dich
an, dann bekommst du, was dir zusteht. Die Motivierungshilfen sind
indirektes Belohnen und indirektes Bestrafen.
•
Die Strategie »Verführung«: Der Vorgesetzte ruft seinem Mitarbeiter
zu: Tu, was ich sage – aber gerne! Sein Versprechen: »Sei mein, dann fühlst
du dich großartig!« Hier herrscht Manipulation vor. Die
Motivierungstechniken sind Bestechen, Belohnen und Belobigen.
•
Die Strategie »Vision«: Wo materielle Anreize nicht mehr die
erwünschte Wirkung zeigen, wird die »Idee« reklamiert. Ziel ist die »volle
Identifikation«. Diese Forderung hat eine totalitäre Spitze, die in den
Bereich der Entmündigung angesiedelt werden kann.
2. Entlarvungen
Loben spannt einen weiten Bogen: von Anerkennung, die von Herzen kommt, zu
dem Bedürfnis, das Macht über Menschen heißt. In der Managementlehre hatte
in den vergangenen Jahren die Führungstechnik des Lobens Konjunktur. Doch
Lob wird in den Unternehmen hochgradig manipulativ gehandhabt. Lob und Tadel
gehören als Wortverbindung zusammen. Heute heißt
es: Lob und Kritik. Das ist
nichts anderes als eine manipulative Wechselbadpolitik.
Das bedeutet nicht, dass eine Führungskraft Lob vermeiden soll. Sie sollte
es allerdings als Anerkennung und Ernstnehmen zeigen. Hierzu muss der
Mitarbeiter Reaktion spüren, Feedback erhalten. Anerkennung und positive
Zuwendung äußern sich zudem durch Freundlichkeit und Aufmerksamkeit.
3. Führungen
Alle Menschen
verfügen über ein hohes Aktionspotenzial, also die
Fähigkeit und die grundsätzliche Bereitschaft zu arbeiten. Aufgabe der
Führungskräfte ist es, diese Bereitschaft zu entwickeln:
•
Fordern statt verführen: Eine Führungskraft hat das Recht und die Pflicht,
an den Mitarbeiter klare Forderungen zu stellen, Vereinbarungen zu treffen
und diese zu kontrollieren. Ein klares Forderungsverhältnis zwischen
Führungskraft und Mitarbeiter ist erheblich leistungsorientierter und
konsequenter als Belohnungs-Bestrafungs-Systeme. Besonders geeignet für
diese Art von Führungsverständnis ist das dialogische Führen, also möglichst
viele Sichtweisen einbeziehen und auf breitem Konsens beschließen.
•
Demotivation vermeiden: Motivierung kommt immer zu spät: Ein Demotivierter
ist nicht zu motivieren. Lieber sollte man sich um die Gründe seiner
Demotivation kümmern. Dies geschieht durch Beobachten und Fragen: einen
Dialog führen über das, was demotiviert.
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Im Umfeld des Themas |
Das Buch wurde sofort nach Erscheinen zum Bestseller; mittlerweile liegt es
in der 17. Auflage vor. Reinhard Sprenger berichtet darin aus seinen
Erfahrungen als Leiter der Personalentwicklung in einem weltweit tätigen
Industrieunternehmen und als Managementberater. Wie bereits in seinen
Vorgängerbüchern haben auch in diesem Buch seine provokativen Thesen die
Leser in zwei Lager gespalten: Die einen sind der Auffassung, der Inhalt sei
zu süffisant, andere meinen, dass Sprenger nur das ausspricht, was viele
Führungskräfte schon lange denken. Sprenger ist Deutschlands meistgelesener
Managementautor.
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Quelle
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Campus Management
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Schlagwörter |
Personalwesen /
Mitarbeiterführung / Motivation / Motivierung/ Eigenverantwortung /
Leistungsbereitschaft
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