Es ist eine alte Weisheit, dass wenn alle
anders sein wollen, alle am Ende wieder gleich sind. Der einfache
Grund: Anderssein muss einen Bezugspunkt haben, wenn alle anders
sind, verschwindet dieser. Der Bezugspunkt dieses Buches ist "die graue
Masse", der es zu entfliehen gelte. Damit ist der Rahmen dieses Buches
natürlich nicht neu: Anderssein wollten die Menschen schon immer,
schon Platon spricht hier von der sogenannten thymotischen Kraft im
Menschen. Allerdings meint das Anderssein nicht einfach nur anders,
sondern letztendlich besser als die anderen. Eigentlich geht es darum
in dem Buch.
Wie wir alle wissen ist nun heutzutage
nicht mehr der Mensch das Maß aller Dinge, sondern die Wirtschaft.
Was liegt da näher, als Prinzipien aus der Strategie und dem Marketing auch
auf die Persönlichkeit anzuwenden. Und nur folgerichtig wird die Ich-AG
mit Hilfe von Kernkompetenzen, Alleinstellungsmerkmalen
(neudeutsch USP) und SWOT-Analysen auseinander genommen und
Benchmarkings unterzogen. Natürlich kann bei allen Maßnahmen ein
Return on Investment ausgerechnet werden und heraus kommt am Ende etwas,
was im Buch I-dentity genannt wird.
Was auch immer man von Anspruch und Erfolgsaussichten einer solchen
Herangehensweise halten mag, dieses Buch gibt Denkanstöße, wenn vielleicht
auch andere als von der Autorin intendiert.