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Different Thinking!-Autoren Anja Förster und Peter Kreuz geben Ihnen Tipps zum Querdenken

Regeln für Business-Querdenker

Nur wenn es gelingt, neue Wege zu gehen und damit die Aufmerksamkeit einer kaufkräftigen Zielgruppe zu erlangen, können Unternehmen überdurchschnittliche Wachstumsraten erzielen.

Wir müssen lernen, über den Tellerrand zu blicken, alte Probleme aus neuen Blickwinkeln zu betrachten und uns von der Vergangenheit zu befreien. "Das haben wir schon immer so gemacht!" Vergessen wir es! "In meinem Unternehmen funktioniert das nicht." Nur das nicht glauben! Nichts ist gefährlicher als solche gern gebrauchten Aussagen, die vor allem einem Zweck dienen: Bis zur Betäubung reden, damit alles so bleibt, wie es ist.

Werden Sie zum Business-Querdenker

Business-Querdenken bedeutet, mit Ihren Konkurrenten um Imagination, Inspiration, Einfallsreichtum und Initiativen zu wetteifern – und sie zu übertreffen. Jederzeit, auf allen Gebieten, mit allen Konsequenzen. Dabei beschränkt sich Business-Querdenken nicht auf Ihre Produkte.

Es handelt sich dabei um eine grundsätzliche Haltung und Einstellung, mit der Sie morgens in Ihr Büro oder an Ihre Werkbank kommen und die Sie auch abends, beim Verlassen des Firmengeländes, nicht an der Pförtnerloge abgeben. Business-Querdenken heißt, ständig auf der Suche nach cleveren Ideen, klugen Strategien und neuen Wegen zu sein.

Den Status Quo in Frage stellen

Uns allen ist beigebracht worden, dass gute Antworten wichtiger sind als gute Fragen. Was in der Schule gilt, gilt erst recht in Unternehmen. Beim Querdenken ist es genau anders herum: Gute Fragen sind das Kernstück aller Innovationen.

Echte Business-Querdenker haben den Mut, den Status Quo fortlaufend in Frage zu stellen und besitzen eine große Portion Experimentierfreude. Ein solches Umfeld kann sich aber nicht entwickeln, so lange die Menschen in Unternehmen Gefangene der alten Bewahrungskultur sind. In ihr gelten Fragen als Zeichen von Schwäche und nicht als Quelle neuer Erkenntnisse. Neue, unkonventionelle Ideen werden belächelt und mit einem klaren „das ist ja verrückt“ abgelehnt.

Lassen Sie sich davon nicht verunsichern: Wenn die anderen nicht darüber lachen, und Sie nicht hin und wieder auf Ablehnung stoßen, dann handelt es sich möglicherweise nicht um eine großartige Idee. Anders ausgedrückt: Wenn es sich um etwas handelt, bei dem alle mit den Köpfen nicken und sagen: „Oh ja, das macht Sinn", dann gibt es möglicherweise ein Dutzend Leute, die es bereits an der Umsetzung arbeiten.

Wenn Sie sich aber das Ziel gesetzt haben, etwas Neues und Bedeutendes zu schaffen, dann müssen Sie Fragen stellen und sich auch hin und wieder belächeln lassen – das ist quasi die Voraussetzung.

Kunden ignorieren und ihnen zuhören

Produkte, die einen neuen oder veränderten Markt schaffen, werden zunächst von den Kunden abgelehnt – und zwar unweigerlich. Das ist ein schmerzlicher Prozess, der manchmal Jahre dauern kann.

Diese Ablehnung durch die Kunden bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass Ihr neues Produkt nicht gut ist. Dahinter verbirgt sich oftmals ein anderes Problem: Kunden fällt es oft schwer, ihre Bedürfnisse von morgen darzulegen. Das erkennt man daran, dass viele innovative Produkte und Konzepte zunächst von den Kunden abgelehnt wurden: Minivans von Chrysler, Post-it-Haftnotizen, Videorekorder, Faxgeräte, Red-Bull-Energydrinks, FedEx Overnight Delivery, der Nachrichtenkanal CNN ... und vieles andere mehr.

Deshalb müssen Sie abwägen: Manchmal müssen Sie den Kunden ignorieren und etwas Radikales und Revolutionäres tun und in anderen Fällen müssen Sie den Kunden als Teil der Firma betrachten und ihn in die Prozesse der Wertschöpfung einbinden.

Handeln Sie

In viel zu vielen Unternehmen wird gedacht und nochmals nachgedacht und geplant und diese Planung nochmals überarbeitet. Zum "Just do it" kommt es dann viel zu selten. Wenn wir aber nicht ständig Neues probieren und ununterbrochen Vielfalt schaffen, werden wir nur eine sehr begrenzte Auswahl haben, um uns an diese sich rapide wandelnde Welt schnell genug anpassen zu können.

Bill Gates hat es mal so ausgedrückt: "Da Zeit zum Wettbewerbsfaktor Nr. 1 geworden ist, muss man das Gras wachsen hören. Wer auf gesicherte Erkenntnisse wartet, kann allenfalls noch mit anderen Zauderern um die Krümel streiten."

Wollen Sie Business-Querdenker sein, dann können Sie nicht sagen: "Moment mal, wir haben noch nicht alle 58 Marktforschungsstudien gründlich genug ausgewertet, um eine Entscheidung zu treffen." Mutige Schritte sind notwendig, um Ihr Unternehmen voranzutreiben und die Konkurrenz zu überholen. Und diese Politik der mutigen Schritte steht im klaren Gegensatz zu den gleichförmigen Handlungen der grauen Masse von Bedenkenträgern und Zauderern in so manchem Unternehmen. Also: Seien Sie mutig, wagen Sie es, anders zu sein, und: Handeln Sie schnell!

Bedenken Sie: Die Rücksichtnahme auf Traditionen, das übervorsichtige Abwägen von Für und Wider und das penible Sammeln und Auswerten aller nur erdenklichen Marktdaten kosten Zeit und Energie. All das hält Sie davon ab, die wirklich wichtigen Dinge voranzutreiben!

Fazit

Es gibt keine Ausreden. Wer die Dinge genauso angeht wie alle anderen und genauso denkt, wird natürlich auch die gleichen Produkte produzieren und diese in den gleichen Märkten anbieten. Und die Kunden? Sie belohnen Konformität und Vergleichbarkeit des Angebots mit der Höchststrafe: Die Kaufentscheidung fällt nur noch über den Preis. Denn wenn alle Produkte irgendwie gleich sind, ist es der niedrigste Preis, der für den Kunden den Unterschied macht. Deshalb gilt: Nur wer ausbricht, kann wirklich gewinnen.

Halten Sie es mit dem ewigen Stadtneurotiker Woody Allen, der einmal feststellte: "Erfolgreich zu sein, heißt anders als die anderen zu sein." Business-Querdenker sind immer wieder aufs Neue anders!

UNSER TIPP:

Der Schriftsteller Marshall McLuhan hat einmal gesagt: "Ich weiß nicht, wer das Wasser entdeckt hat, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass es kein Fisch war."

Und wie ein Fisch das Wasser vor seinen Augen nicht sieht, so sind auch wir oft blind für die Welt direkt von unseren Augen. Also braucht es jemanden mit einer anderen Perspektive, um das sichtbar zu machen. Die Ironie an der Sache ist, dass diese Per-son unsere Chancen und Probleme deshalb so klar umrissen sehen kann, weil sie nicht jeden Tag darauf starrt.

Unser Tipp für IHREN Blick über den Tellerrand:

1. Setzen Sie sich mit Jemandem zusammen, der in einer ganz anderen Branche arbeitet. Einzige Bedingung: Dieser Jemand muss ein agiler Denker und kritischer Geist sein.

2. Beschreiben Sie dieser Person die Details eines Projektes, an dem Sie gerade arbeiten und das Sie herausfordert.

3. Fragen Sie ihn nach Chancen, die Sie möglicher Weise übersehen haben.

4. Vertauschen Sie die Rolle mit ihm. Nun ist es an Ihnen, in die Rolle des Zuhörers zu schlüpfen und über das Projekt zu hören, an dem Ihr Gegenüber gerade arbeitet.

Sie werden eine erstaunliche Erfahrung machen: Sie werden ganz neue Aspekte und Chancen entdecken, die Sie zuvor komplett übersehen haben.

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