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Copeland, Koller et al.: Unternehmenswert

Methoden und Strategien für eine wertorientierte Unternehmensführung

"Kritischer als je zuvor überprüfen Manager ihr Portfolio darauf, wo Wert geschaffen wird."

 

 

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Preis: EUR 88,00

Bewertung (max. 10)
10
 
Warum sollte man dieses Buch lesen?
Kritischer als je zuvor überprüfen Manager das Portfolio ihrer Geschäfte darauf, wo im Einzelnen Wert geschaffen oder vernichtet wird. Den Anstoß dazu geben der intensivere Wettbewerb, die Neustrukturierung von Industrien und immer anspruchsvollere Anteilseigner. In einer Zeit, in der Shareholder Value auf dem Vormarsch ist und Aktienoptionen eine immer größere Bedeutung bei der Vergütung leitender Angestellter haben, rückt die Frage nach einer wertorientierten Portfoliogestaltung und Ressourcenzuteilung ins Zentrum strategischer Überlegungen.
 
Erste Übersicht
Die Autoren geben der Unternehmensführung ein Instrumentarium an die Hand, das ihr hilft, Quellen und Ausmaß der Wertminderung und Wertmehrung innerhalb des Unternehmens zu identifizieren. In auf der Kapitalmarktforschung basierenden theoretischen Analysen stellen sie den Discounted-Cash-Flow-(DCF-)Ansatz vor und ergänzen die Erläuterungen mit zahlreichen Fallstudien aus der Unternehmenspraxis. Das Buch enthält einen Beitrag über die Anwendung der DCF-Methode in Deutschland.
 
Der Inhalt im Einzelnen

1. Unternehmenswert und Unternehmensstrategie

Unternehmen brauchen Wettbewerbsstrategien nicht nur für die bekannten Güter- und Dienstleistungsmärkte, sondern auch für den Markt für Verfügungsrechte an Unternehmen. Bei diesem hängt der Erfolg von der Steigerung des Unternehmenswertes ab, der sich aus den Cash-Flows ergibt. Manager müssen aktives Wertmanagement betreiben.
Die Entwicklung eines wertorientierten Führungsansatzes vollzieht sich in zwei Etappen:
• eine Umstrukturierung, die im Unternehmen gebundene Werte freisetzt;
• die Festlegung von Prioritäten unter dem Gesichtspunkt der Wertsteigerung.
Manager müssen regelmäßig Chancen zur Wertsteigerung ermitteln und ergreifen. So können sie vermeiden, später unter Zugzwang reagieren zu müssen.

2. Unternehmenswert auf Cash-Flow-Basis: Ein Leitfaden für Praktiker

Das Verfahren, das sich am besten mit dem Ziel einer langfristigen Wertsteigerung vereinbaren lässt, ist der Discounted- Cash-Flow-(DCF-)Ansatz.
Der DCF-Ansatz weist folgende Vorteile auf:
• Grundlage für die Bewertung ist der freie Cash-Flow, da nur dieser für die Bedienung des investierten Kapitals zur Verfügung steht.
• Zukunftserwartungen werden systematisch berücksichtigt.
• Kapitalstruktur, Finanzierungskosten und Risiko sind voll einbezogen. Es findet also die gesamte Passivseite der Unternehmensbilanz Berücksichtigung.
• Es wird ein objektiver Maßstab für den Vergleich strategischer Optionen geschaffen.
• Nahezu alle Informationen zur Berechnung des Unternehmenswertes lassen sich aus Ist- und Plangrößen des betrieblichen Rechnungswesens ableiten.
Nach dem »Komponentenmodell« des DCF-Ansatzes ist der Wert des Eigenkapitals eines Unternehmens gleich dem Barwert verschiedener Cash-Flows, die schließlich zum Cash-Flow an die Aktionäre (Dividenden, Aktienrückkäufe, Aktienemissionen) führen. Dieses Verfahren hat vier Vorteile:
• Die Bewertung der Komponenten des Unternehmens hilft, die einzelnen Investitions- und Finanzierungsquellen, die den Unternehmenswert beeinflussen, zu ermitteln und zu verstehen.
• Es ermöglicht eine Identifikation zentraler Ansatzpunkte mit Wertpotenzial.
• Es kann auf verschiedenen Ebenen angewendet werden und ist mit der Investitionsrechnung vereinbar.
• Es ist differenziert genug, die Komplexität der Situationen zu bewältigen, und lässt sich mit einfacher EDV durchführen.
Die Bewertung eines Unternehmens nach dem Komponentenmodell der DCF-Methode läuft in fünf Schritten ab:
Schritt 1: Analyse früherer Leistungen. Zunächst werden die relevanten Komponenten des freien Cash-Flows ermittelt. Dann wird eine umfassende Vergangenheitsperspektive erarbeitet; sie liefert wichtige Anhaltspunkte für die Prognose des künftigen Leistungsvermögens.
Schritt 2: Ermittlung der Kapitalkosten. Hierfür wird als Erstes die Kapitalstruktur des Unternehmens festgelegt. Daraus ergeben sich die Gewichtungsfaktoren für die WACCFormel (WACC = gewichteter Kapitalkostensatz). Hieran schließt sich die Ermittlung der Fremdkapitalkosten an. Dann werden die Eigenkapitalkosten geschätzt; dies erfolgt am besten über das Capital-Asset-Pricing-Modell (CAPM) oder das Arbitrage-Pricing-Modell (APM).
Schritt 3: Prognose künftiger Leistungen. Hier werden die prognoserelevanten Annahmen und Szenarien bestimmt etwa zur wirtschaftliche Lage des Unternehmens und der Wettbewerbsdynamik in der Branche. Dazu muss man eine Vorhersage für die entscheidenden Werttreiber Wachstum und Kapitalrendite treffen.
Schritt 4: Schätzung des Fortführungswertes. Zunächst erfolgt die Entscheidung für die am besten geeignete DCFMethode; zur Auswahl stehen die langfristige Detailprognose, die Fortführungswert-Formel unter Berücksichtigung wachsender Cash-Flows und die Wertfaktoren-Formel. Dann wird der Zeitraum für die Detailprognose festgelegt. Es folgt die Schätzung der Parameter; diese sind das operative Ergebnis nach Steuern, der freie Cash-Flow, die Rendite der Neuinvestitionen, die Wachstumsrate und der gewichtete Kapitalkostensatz (WACC). Schließlich wird der Fortführungswert auf die Gegenwart diskontiert.
Schritt 5: Berechnung und Interpretation der Ergebnisse. Die Endphase des Bewertungsprozesses umfasst die Berechnung und Überprüfung des Unternehmenswertes sowie die Interpretation der Ergebnisse im Hinblick auf den jeweiligen Entscheidungszusammenhang.

3. Anwendung des Verfahrens zur Unternehmensbewertung

Prozesse im Unternehmen bieten fünf Wertschöpfungsansätze:
Die beschriebene Berechnungsmethode eignet sich auch für die Unternehmensbewertung unter komplexeren Rahmenbedingungen. Mit ihr lässt sich die Optionspreistheorie auf die Aktiva und Passiva eines Unternehmens anwenden.
 

Im Umfeld des Themas Als Folge einer nicht genügend ausgeprägten Wertorientierung haben weltweit Unternehmen ihren Unternehmenswert reduziert, ohne dass dies durch die Rechnungslegung sichtbar wurde. Diese Entwicklung war bei McKinsey der Auslöser für umfangreiche Forschungsarbeiten, die schließlich in der DCF-Methode mündeten. Das Buch, dessen drei Autoren Partner bei McKinsey sind, ergänzt die Disziplin Rechnungslegung um die unternehmerische Wertorientierung und wurde bei seinem Erscheinen von Finanzexperten weltweit für Manager, Wertpapieranalysten und Investoren empfohlen. Der Bewertungsansatz wird heute auch bei der Bewertung von Unternehmen der New Economy angewendet.
 
Quelle
Campus Management
 
Schlagwörter Führung / Strategie / Shareholder Value / Discounted-Cash-Flow-(DCF-)Ansatz / DCF-Methode