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Heiner Geißler: Was würde Jesus heute sagen?

Die politische Botschaft des Evangeliums

"Als sie seine Worte hörten, gerieten die Scharen außer sich."

 

 

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Bewertung (max. 10)
9
 
Review
Heiner Geißler ist sicherlich kein Unbekannter in der deutschen Politik - und schon gar kein Unumstrittener. Doch das Alter kann weise machen: Geißlers neues Buch zeugt davon.
Was kann man von einem Buch erwarten, welches in einer Zeit erscheint, in der Religion entweder kaum noch wahrgenommen wird oder in Form des religiösen Fundamentalismus nur noch zum Feindbild taugt?
Im besten Falle das, was auch der griechische Ausdruck Eu-angelium besagt: eine frohe Botschaft - mithin praktisch angewandte Ethik.
Dies leistet dieses Buch, in dem es den Menschen Jesus in den Vordergrund rückt. Es zeigt ihn als unter hohem Druck stehenden Menschen: Druck von Seiten seiner politischen und religiösen Gegner, aber auch Druck als Erwartungsdruck seitens seiner Anhänger. Dabei macht es deutlich, dass das was damals geschah einen aktuellen Bezug ins Heute hat.
Zum Beispiel, dass Fremdenfeindlichkeit mit dem Evangelium unvereinbar ist, dass die Interessen des Menschen wichtiger sind als die Interessen des Kapitals und dass der ideale Sprecher des Volkes bzw. Abgeordnete in einer Einheit von Anspruch und Wirklichkeit zu agieren hat.
Dabei wird Geißler zeitweise sehr deutlich, wenn er zum Beispiel die kapitalistische Wirtschaftsordnung als ein Verbrechen an Milliarden von Menschen geißelt oder die Diskriminierung der Frauen in der Politik und der Kirche als im Gegensatz zum Evangelium stehend anprangert.
Hier merkt man, dass der Autor keinem außer seinem Gewissen mehr verpflichtet ist. Dies tut dem Buch sehr gut - es ist tatsächlich eine frohe Botschaft.
 
Zielgruppe
Alle, die sich davon überzeugen wollen, dass das Evangelium heute aktueller denn je ist.
 
Kurz-Abstract
Nicht die Polis, nicht die Nation, nicht der Staat - der Mensch mit seiner in Gott begründeten unantastbaren Würde wird zum Mittelpunkt des politischen Geschehens.
Die Würde des Menschen und die aus ihr resultierenden Menschenrechte sind der Maßstab der "Gesetze" und die Grundlage für das gleichberechtigte und multikulturelle Zusammenlaben der Menschen.
Die Liebe zum Nächsten hat gleichen Rang wie die Liebe zu Gott. Die Liebe zu Gott ist ohne Liebe zum Nächsten wertlos.
Die Liebe zum Nächsten ist nicht platonisch und keine Sache des Gefühls. Sie bedeutet Pflicht zum Handeln für denjenigen, der in Not ist, auch für den Feind. Sie sprengt nationale, kulturelle und religiöse Grenzen, sie gilt allen Menschen unabhängig von Klasse, Rasse, Geschlecht, Nation.
Auch für den Feind wird jeder Mensch zum Nächsten, wenn er in Not gerät.
Versöhnung, Entspannung und friedliche Lösung von Konflikten haben Vorrang vor Gewalt und Krieg.
Fremdenfeindlichkeit ist mit dem Evangelium unvereinbar.
Die Frau ist dem Mann ebenbürtig. Die Diskriminierung der Frauen in der Politik und der Kirche steht im Gegensatz zum Evangelium. Das Verbot der Frauenordination und das Gebot des Zölibates haben kein Fundament im Evangelium.
Die Interessen der Menschen sind wichtiger als die Interessen des Kapitals. Die kapitalistische Wirtschaftsordnung widerspricht dem Evangelium und ist ein Verbrechen an Milliarden von Menschen, die in Armut, Krankheit und Unwissenheit leben müssen.
Zwei Milliarden Christen sind die größten "global players" der Welt. Sie müssen die treibende Kraft für eine neue, gerechte Weltwirtschaftsordnung sein.
Jesus verkörperte das Ideal der Glaubwürdigkeit, d.h. die Einheit von Ideen, Reden und Handeln, also die Einheit von Anspruch und Wirklichkeit. So wie er die Menschen damals gegen die Machthaber vertreten hat - unabhängig, freimütig, selbstbewusst, furchtlos -, wäre er auch in dem heutigen Parlament der ideal Abgeordnete und Sprecher des Volkes.
Das jüdische Volk trägt keine Schuld am Tode Jesu. Der Antisemitismus ist eine Perversion der menschlichen Zivilisation und Kultur.
Die Botschaft verlangt die Realisierung in dieser Welt.
 
Inhalt
Ausgangspunkte
Die gute Nachricht und die frohe Botschaft
Krieg und Frieden
Jesus und das Kapital
Helfen und Heilen
Jesus und die Frauen
Die Scheinheiligen
Mensch und Gesetz
Wer war schuld?
Was würde Jesus heute sagen?
Anmerkungen

 
Autor
Dr. Heiner Geißler, geb. am 3. März 1930, drei Söhne, vier Enkelkinder, studierte als Mitglied des Jesuitenordens vier Jahre Philosophie in München und anschliessend Rechtswissenschaften an der Universität Tübingen. Er war Richter, dann Jugend-, Sozial- und Sportminister in Rheinland-Pfalz, Bundesminister für Jugend, Familie und Gesundheit in Bonn. Von 1980 bis 2002 war er als Abgeordneter der Südpfalz im Deutschen Bundestag, Mitglied des Ausschusses für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe sowie des Auswärtigen Ausschusses.
 
Schlagwörter
Politik / Religion / Jesus / Evangelium
 
Weitere Titel
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Die Wut der arabischen Welt