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Heiner Geißler:
Was würde Jesus heute sagen?
Die politische Botschaft des Evangeliums
"Als sie seine Worte hörten,
gerieten die Scharen außer sich."
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Preis: EUR
16,90
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3 Audio-CDs
Preis: EUR
22,90
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Bewertung (max. 10)
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9
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Review
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Heiner Geißler
ist sicherlich kein Unbekannter in der deutschen Politik - und schon gar
kein Unumstrittener. Doch das Alter kann weise machen: Geißlers neues Buch
zeugt davon.
Was kann man von einem Buch erwarten, welches in einer Zeit erscheint, in
der Religion entweder kaum noch wahrgenommen wird oder in Form des
religiösen Fundamentalismus nur noch zum Feindbild taugt?
Im besten Falle das, was auch der griechische Ausdruck Eu-angelium
besagt: eine frohe Botschaft - mithin praktisch angewandte Ethik.
Dies leistet dieses Buch, in dem es den Menschen Jesus in den Vordergrund
rückt. Es zeigt ihn als unter hohem Druck stehenden Menschen: Druck von
Seiten seiner politischen und religiösen Gegner, aber auch Druck als
Erwartungsdruck seitens seiner Anhänger. Dabei macht es deutlich, dass das
was damals geschah einen aktuellen Bezug ins Heute hat.
Zum Beispiel, dass Fremdenfeindlichkeit mit dem Evangelium unvereinbar ist,
dass die Interessen des Menschen wichtiger sind als die Interessen des
Kapitals und dass der ideale Sprecher des Volkes bzw. Abgeordnete in einer
Einheit von Anspruch und Wirklichkeit zu agieren hat.
Dabei wird Geißler zeitweise sehr deutlich, wenn er zum Beispiel die
kapitalistische Wirtschaftsordnung als ein Verbrechen an Milliarden von
Menschen geißelt oder die Diskriminierung der Frauen in der Politik und der
Kirche als im Gegensatz zum Evangelium stehend anprangert.
Hier merkt man, dass der Autor keinem außer seinem Gewissen mehr
verpflichtet ist. Dies tut dem Buch sehr gut - es ist tatsächlich eine frohe
Botschaft.
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Zielgruppe
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Alle, die sich
davon überzeugen wollen, dass das Evangelium heute aktueller denn je ist.
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Kurz-Abstract
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• Nicht die
Polis, nicht die Nation, nicht der Staat - der Mensch mit seiner in Gott
begründeten unantastbaren Würde wird zum Mittelpunkt des politischen
Geschehens.
• Die Würde des Menschen und
die aus ihr resultierenden Menschenrechte sind der Maßstab
der "Gesetze" und die Grundlage für das gleichberechtigte und
multikulturelle Zusammenlaben der Menschen.
• Die Liebe zum Nächsten hat
gleichen Rang wie die Liebe zu Gott. Die Liebe zu Gott ist ohne Liebe zum
Nächsten wertlos.
• Die Liebe zum Nächsten ist
nicht platonisch und keine Sache des Gefühls. Sie bedeutet Pflicht zum
Handeln für denjenigen, der in Not ist, auch für den Feind. Sie sprengt
nationale, kulturelle und religiöse Grenzen, sie gilt allen Menschen
unabhängig von Klasse, Rasse, Geschlecht, Nation.
• Auch für den Feind wird
jeder Mensch zum Nächsten, wenn er in Not gerät.
• Versöhnung, Entspannung
und friedliche Lösung von Konflikten haben Vorrang vor Gewalt und Krieg.
• Fremdenfeindlichkeit ist
mit dem Evangelium unvereinbar.
• Die Frau ist dem Mann
ebenbürtig. Die Diskriminierung der Frauen in der Politik und der Kirche
steht im Gegensatz zum Evangelium. Das Verbot der Frauenordination und das
Gebot des Zölibates haben kein Fundament im Evangelium.
• Die Interessen der
Menschen sind wichtiger als die Interessen des Kapitals. Die kapitalistische
Wirtschaftsordnung widerspricht dem Evangelium und ist ein Verbrechen an
Milliarden von Menschen, die in Armut, Krankheit und Unwissenheit leben
müssen.
• Zwei Milliarden Christen
sind die größten "global players" der Welt.
Sie müssen die treibende Kraft für eine neue, gerechte
Weltwirtschaftsordnung sein.
• Jesus verkörperte das
Ideal der Glaubwürdigkeit, d.h. die Einheit von Ideen, Reden und Handeln,
also die Einheit von Anspruch und Wirklichkeit. So wie er die Menschen
damals gegen die Machthaber vertreten hat - unabhängig, freimütig,
selbstbewusst, furchtlos -, wäre er auch in dem heutigen Parlament der ideal
Abgeordnete und Sprecher des Volkes.
• Das jüdische Volk trägt
keine Schuld am Tode Jesu. Der Antisemitismus ist eine Perversion der
menschlichen Zivilisation und Kultur.
• Die Botschaft verlangt die
Realisierung in dieser Welt.
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Inhalt
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Ausgangspunkte
• Die gute Nachricht und die
frohe Botschaft
• Krieg und Frieden
• Jesus und das Kapital
• Helfen und Heilen
• Jesus und die Frauen
• Die Scheinheiligen
• Mensch und Gesetz
• Wer war schuld?
• Was würde Jesus heute sagen?
• Anmerkungen
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Autor
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Dr. Heiner Geißler,
geb. am 3. März 1930, drei Söhne, vier Enkelkinder, studierte als Mitglied
des Jesuitenordens vier Jahre Philosophie in München und anschliessend
Rechtswissenschaften an der Universität Tübingen. Er war Richter, dann
Jugend-, Sozial- und Sportminister in Rheinland-Pfalz, Bundesminister für
Jugend, Familie und Gesundheit in Bonn. Von 1980 bis 2002 war er als
Abgeordneter der Südpfalz im Deutschen Bundestag, Mitglied des Ausschusses
für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe sowie des Auswärtigen Ausschusses.
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Schlagwörter
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Politik /
Religion / Jesus / Evangelium
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Weitere Titel
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Die Luther-Bibel von 1534 als
kolorierte Faksimileausgabe
Die Wut
der arabischen Welt
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