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Die Wut der arabischen WeltWarum der jahrhundertelange Konflikt zwischen
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"Um wirksame Methoden zur Bekämpfung des Terrorismus zu entwickeln, ist es unerlässlich, die Kräfte zu verstehen, die ihn nähren und antreiben."
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Bewertung (max. 10) |
10 |
Review |
Spätesten seit dem viel
zitierten 11. September ist der so genannte Kampf der Kulturen im wahrsten
Sinne des Wortes brandaktuell. Aber was ist dies eigentlich für eine Kultur,
welche vermeintlich auf die unsere prallt? Dieses Themas nimmt sich
kompetent und prägnant einer der renommiertesten Islam-Experten in seinem
neuen Buch an. Den Leser erwartet ein durchdacht aufgebauter Essay über
knapp 200 Seiten. Leider ist der deutsche Titel etwas irreführend, der
wörtlich übersetzte englische trifft den Inhalt besser: Die Krise des Islam.
Krise deshalb, da der Islam im Gegensatz zum Christentum nie eine
Modernisierung mitgemacht hat und damit heute am Wendepunkt steht:
Mittelalterlicher Religionskrieg mit heutiger Waffentechnik versus
friedliche Koexistenz mit den anderen Religionen dieser Erde. Um die
Entscheidung für letztere Alternative leichter zu machen, sollten auch
Muslime sich mit diesem Buch auseinandersetzen - Angehörige aller anderen
Religionen bekommen bei der Lektüre eine Ahnung, was uns noch bevorstehen
könnte, sollte die erste Alternative gewählt werden. |
Zielgruppe |
Alle gesellschaftlich
interessierten Leser. |
Kurz-Abstract |
• Judaismus, Christentum und
Islam sind Spielarten ein und derselben Religion. • Die im Christentum wichtige Unterscheidung zwischen weltlicher und geistlicher Herrschaft kennt im Islam keine Entsprechung. • Im Ggs. zu protestantischen unterscheiden sich islamische Fundamentalisten nicht von der Hauptströmung des Islam. • Die Pflicht der Gotteskrieger besteht darin, die Feinde Gottes so schnell wie möglich zu eliminieren. Die Pflicht zum heiligen Krieg besteht solange bis die ganze Welt islamisch ist. • Kreuzzüge waren im Christentum eine zeitlich begrenzte Erscheinung und der Begriff Kreuzzug wird heute oft metaphorisch benutzt (z.B. Kreuzzug für die Umwelt) - im Islam hat sich der Begriff v. heiligen Krieg von Anfang an bis heute in seiner ursprünglichen Bedeutung erhalten. • Die Eroberung der großen islamischen Reiche wird nie als Imperialismus bezeichnet. • Die meisten Muslime sind keine Fundamentalisten und die meisten Fundamentalisten sind keine Terroristen, aber die meisten Terroristen sind Muslime. • Eine der extremistischsten Spielarten des Islamismus, das saudische Wahhabismus, finanziert über Petro-Dollars ein riesiges internationales Netzwerk von 'Bildungseinrichtungen' zur Verbreitung seiner Lehre. |
Inhalt |
Einführung Die Krise des Islam 1 Was ist der Islam? 2 Das Haus des Krieges 3 Von Kreuzfahrern zu Imperialisten 4 Die Entdeckung Amerikas 5 Der Satan und die Sowjetunion 6 Zweierlei Maß 7 Das Scheitern der Modernisierung 8 Die Allianz von saudischer Macht und wahhabitischer Lehre 9 Der Aufstieg des Terrorismus Nachwort Anmerkungen Karten: Das Zeitalter der Kalifen, Das Osmanische Reich, Das Zeitalter des Imperialismus, Der Nahe Osten heute Register |
Autor |
Bernard Lewis lehrte bis 1974 an der
Universität London. Bis 1986 war er in Princeton, USA, Professor für
Geschichte des Nahen Ostens. Seine Bücher wurden in 25 Sprachen übersetzt.
The Crisis of Islam stand wochenlang auf der Bestsellerliste der
New York Times. |
Schlagwörter |
Islam / Islamisten /
Fundamentalisten / Fundamentalismus / Kalif / Dschihad / Haus des Islam /
Haus des Krieges / Scharia / Fatwa / Madrasa / Wahhabismus / Panarabismus /
Panislamismus / Muslimbrüder / al-Qaida / Osama Bin Laden / 11. September /
Selbstmordattentäter / Hamas / Hisbollah / PLO |
Weitere Titel |
Die Luther-Bibel von 1534 als kolorierte Faksimileausgabe Heiner Geißler: Was würde Jesus heute sagen? |
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